dadasophin.de

Schlagwort: Avantgarde

    // dada hin // dada her // DerDada

    ausgabe 1 +3 im internationalen dada archiv mit so exzellenten aktuellen links: so findet man im ersten band des DerDada den hinweis auf dada cordinal, das buero fuer lostrennungsstaaten. es foerdert staatsgruendungen in jedem umfang. actual verlinkung etwa zu virtual staates // NSK.

    a bagel is a fountain >> avantgarde leicht gemacht!

    „So, aside from one being profit oriented and the other not, what’s the difference between Finagle-A-Bagel’s surprises and Marcel Duchamp’s Fountain? Both shake up the complacency of expectations; both begin unannounced, instead waiting to be discovered and interpreted (Fountain was originally displayed in cabarets and clubs as an unexplained object, not in galleries); both, though beginning as unexpected pleasure, become commodified and profit-oriented, whether by drawing repeat business or by drawing museum patrons. Neither is a ‚true‘ avant garde project, because as Burger argues there’s no such thing: the New is always coopted into the commoditized. So why can’t Finagle’s marketing object, like Duchamp’s, be interpreted as a flawed project in avant garde marketing (flawed as avant garde that is, successful as marketing, just as Fountain is now that it stands in museums)?“

    (fundstelle: onepotmeal)

    Andreas Okopenkos frühe Tagebücher digital

    Buchkäufer - ohne Okopenko
    Quelle: Uzanne, Octave1: Bouquinistes et Bouquineurs 1893 via British Library

    Via ORF Hypertext-Pionier nun im Hypertext bin ich über die neue digitale Edition der frühen Tagebücher von Andreas Okopenko gestolpert: Tagebücher Andreas Okopenko, 1949-1954. Die Österreichische Nationalbibliothek unter der Projektleitung von Roland Innerhofer (einige Publikationen Innerhofers) und in Kooperation mit Bernhard Fetz hat das Projekt realisiert.

    Weiterlesen „Andreas Okopenkos frühe Tagebücher digital“

    avantgarde konzeptionen auf stipendienniveau

    jetzt sind wir gaenzlich allein gelassen. was das vermeiden von klammern im literarischen feld betrifft. wir dachten noch. wir haetten kombatanten frueher. mittlerweile wurden sie weniger. ihre stipendien und preise immer mehr. zuletzt dachten wir noch. wir haetten noch den einen oder die andere. die sich nicht unterwerfen wuerden. aber nun sind wir alleine: avantgarde konzeptionen. dass wir nicht lachen. das ist nun schon zutiefst laecherlich. ralf b. korte in schoeppingen. dass wir das noch erleben mussten. schade das. und damit ist das wir unter der bloggenden erde. es faellt nicht mehr tief. und duerfen wir fragen. wie gehts ihnen.

    mir gehts gut. danke. der nachfragen.

    Avantgarde-Bashing der gängigen Art

    Die Rezeption lässt sich ja weniger bestimmen und trotzdem nervt mich dieses Nachtreten. Wer auch immer diesen Text für den Lyrikkalender des Deutschlandradios verfasst hat, hat sich mit Dadaismus noch nie beschäftigt, ihn gänzlich missverstanden.

    Der stets auf überraschende Abweichungen bedachte Universalkünstler, Architekt und Dichter Kurt Schwitters (1887-1948) hat nach 1919 eine Reihe von Gedichten verfasst, die sich von der verbissenen Programmatik (Hervorh. Sylvia Egger) des von ihm unterstützten Dadaismus lösen und in der „Merzdichtung“ variationsreiche Formen des Wort- und Laut-Spiels zelebrieren.

    Quelle: So, so!, Deutschlandradio Lyrikkalender

    In einer Charakterisierung des Dadaismus als verbissen programmatisch findet man exemplarisch wieder, was man Avantgarden und deren Programmen immer nachsagt. Es ist schlicht langweilig, das immer wieder lesen zu müssen. Schliesslich ist ein Programm eben ein Programm und ist programmatisch, was meint, man positioniert sich, ob es anderen nun passt oder nicht.

    Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven

    der ihr eigentlich gebuehrt. so wurde sie zwar immer schon als „mutter des new york dada“ bezeichnet, was aber irgendwie nach weiblicher rollenzuteilung klingt – und das tut es auch. in der rezension „Die Mutter von New York Dada Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven“ (NZZ) von juergen braeunlein wird zwar versucht. von baroness elsa ein einigermassen interessantes profil zu erstellen. sie entkommt jedoch nicht den geschlechtsspezifischen zuweisungen. die fast alle dada- und avantgardekuenstlerinnen erfahren haben.

    in the historicizing and mythologoizing trajectory of the Dada logos, several „origins of the word“ implicate female gendering in which the signification of the female is ultimately a „wet-nurse“ whose primary biological and aestetic functions are as the male artists‘ muse.

    sawelson-gorse, naomi (hg.): women in dada. MIT 1998, vorwort

    die rezeption von baroness elsa ist zum einen um den „musen“-begriff situiert (vor allem gilt sie als muse des „erz-dadaisten“ duchamp, dabei ist es durchaus umgekehrt richtig). obwohl sie – wie braunlein richtig anmerkt – die einzige frau neben hannah hoech ist. die als dadaistin heute noch rezipiert wird. ist diese einordnung mit einem kanonisierten vorzeichen zu versehen. der kanon von dadaistinnen war und ist schmal besetzt (da haben auch sammelbaende wenig geaendert).

    dass braeunlein jedoch das bild der muse als „getriebene der libido“ bedient. passt dann leider nur zu gut in das kanonisierte bild von avantgarde-kuenstlerinnen (vgl. die rezeption von mina loy). durch wenige publikationen wird mittlerweile der innovative und performative (gender-)aspekt von dadaistischen aktionistinnen betont (schliesslich ist ja auch duchamps transgendering nicht zu uebersehen).

    Um die aeussersten Grenzen von Avantgarde-Performance zu finden, muessen wir nicht nach vorne, sondern zurueckschauen. Wenn es um bahnbrechende Kunst und um das Spiel mit den Geschlechtern geht, finden heutige Kuenstler kein gewagteres Beispiel als die lange vergessene Baroness Elsa. (Marina Abramovic)

    bei baroness elsa kommt hinzu. dass sie durch ihre durchaus sexuell konnotierten aktionen als „verrueckt“ deklariert wurde (heute wuerde man das punk nennen). es mag so sein. dass sie einen gewissen „hang“ zur verrueckung von realien hatte. aber als erklaerungsmuster fuer kuenstlerinnen ist der diskurs der „verruecktheit“ nur zu bekannt (vgl. dazu etwa die sammelbaende „wahnsinnsfrauen“. in denen dieser diskurs nicht unter einem individualisierenden. sondern ideologiekritischen standpunkt verhandelt wird, etwa „der wahnsinn als reaktion auf patriarchalische strukturen“). Weiterlesen „Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven“

    dada ausstellung :: paris

    auch eine schoene sache. den aufbau der dada ausstellung im centre pompidou bildlich (via flash) zu verflogen (plus infos zur ausstellung – leider werden die einzelbilder ohne zusaetzliche infos angezeigt).

    … rezensionen in der nzz (7.11.05), deutschlandradio (06.1.005), deutschlandradio fazit (05.10.05)

    Technorati Tags: dada, avantgarde

    dada in den toaster // eine evolutionsthese mehr

    „I guess I just had to post something today before it was no longer today. Then off to my lovely assignment on Marcel Duchamp. I replicated one of his pieces, the infamous tire and stool combination readymades. I also turned in an assignement where I had to depict four different art movements using one combing factor. I used a toaster. What I did was I took an old toaster from a yard sale and signed it and considered that my ready-made depicting the Dada movement. Then I did that one picture of Dali’s Persistence of Memory, where all the clocks are drooping, and changed them into toasters. And then I did a De Stijl and a Fauvist piece. Those ones weren’t all that interesting. But my teacher really liked the Dada one, so that’s a good thing!“ (from: incoherant ramblings)

    oder einfach so in mp3: Frosted toaster pastry… (Experimental Dada composition. The feeling one gets after eating a frosted toaster pastry. The …and Fugue follows, none too steadily.“ – bradley lehmann)

    dada_log ex nihilo – 0 = 1

    geht auch der dada_log gleich am anfang ins knie! auch ein oller macianer hoert dada-mucken frueh trapsen>. aber nu ist die mulde dicht & der schotter eckig: icke mach weiter & lese mit wiederkehr eberhard roters „fabricatio nihili – oder die herstellung von nichts“ (argon, jahre sowieso)…hier laesst sich wieder ein steinwuerfel zu duchamps (dat war doch hausmann! – fehler im kasper, und nu ist auch die falsche kategorie wieder angewaehlt, wohin nu mit diesem beitrag!) „megamaschine“ kunst/theater werfen: eine art – so roters – kennzeichen der dadamachinen – sie seien allesamt perpetuum mobile .