Das wenig elegante Kommentieren …

Schon interessant, was die TAZ in einer Schmalest-Rezension so dann doch noch für sich rausholt zu Walter Benjamin:

13. Man muss die Kunst nicht zu ernst nehmen.” Letzteres ist vielleicht der eleganteste Kommentar zu Benjamins Thesen. taz

Quelle: TAZ

Die Frage, die man sich hier stellen muss, ist: Warum man sich a. elegant aus der Benjamin-Affäre zu ziehen gedenkt und b. das auch noch im Vielleicht bemühen muss. Klingt schon auch immens bemüht schlüpfrig so ein Satz.

Das Inhaltsverzeichnis als Tag-Cloud

Da darf man gespannt sein auf Carsten Zorn/ Christian Hucks Das Populäre in der Gesellschaft. Systemtheorie und Populärkultur, auch wenn ich kein sonderlicher Luhmann-Leser bin.

Im aktuellen Konkret (6/2007) ist ein interessanter Artikel – Offener Vollzug – von Carsten Zorn zu lesen, der einen Bezug zu Walter Benjamin herstellt (Thema: Kapitalismus als Religion). Wieder was zum Nachlesen, hier im aktuellen Bezug zum Castingfernsehen interpretiert.

Das Inhaltsverzeichnis des erwähnten Buches liest sich dann wie eine Buzzword-Liste oder einer dieser Tag-Clouds:

World of Warcraft – Public Enemy – Dubrovnik-Konferenzen – Skateboards – Jeff Koons – Gesamtkunstwerk – Didaktik – Rainald Goetz – Pamela – Harald Schmidt – Michel Houellebecqe – Gesellschaftskritik – Intellektuelle – Simcity – Clockwork Orange – Du bist Deutschland – Beate Uhse – ästhetische Erziehung …

Quelle: Verlagsinformation VS Verlag

In einer richtigen Tag-Cloud würde man dann ja eine entsprechende Gewichtung ablesen können. Ich warte ja noch immer, bis sich das in Büchern durchsetzt. 😉

Benjamin hat blogähnlich gearbeitet

Walter Benjamin als Blogger. Wer hätte das gedacht. 🙂

Mark Amerika ist mir immer sympathisch gewesen aufgrund der theoretischen Linien, die er immer wieder zu ziehen vermag. So entdeckt er Walter Benjamin und seine Arbeitsweise als blogähnlich, weil er einer der ersten gewesen sei, der unterschiedliche Materialen (Bilder, Texte, Diagramme, Literatur) vermischt und neu zusammengestellt hat. Das Passagenwerk sei quasi ein Paradebeispiel für dieses Arbeiten:

Walter Benjamin was a blogger, remixologist, hypertextualist, and theoretical performer before any these terms saw the light of day. Back in the first half of the 20th century, when he was on fire with the discovery of what would eventually become critical theory, he was sampling and remixing all manner of images, texts, diagrams, poetry, etc.

Quelle: Benjaminian Blogstyle (Professor VJ)

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