dadasophin.de https://dadasophin.de still dialing alice (twice) Sat, 25 May 2019 21:44:16 +0000 de-DE hourly 1 https://dadasophin.de/wp-content/uploads/2017/12/cropped-serner-selfie-fb-32x32.png dadasophin.de https://dadasophin.de 32 32 Wiener Gruppe als Dialektiker https://dadasophin.de/wiener-gruppe-als-dialektiker/ https://dadasophin.de/wiener-gruppe-als-dialektiker/#respond Sat, 25 May 2019 21:33:27 +0000 https://dadasophin.de/?p=8507 Über die Avantgarde [Literatur} lässt sich mitunter auch viel finden, das noch nicht einmal kopfüber verständlicher wird. Auf der Suche nach Informationen zu Friedrich Achleitner und Ingrid Wiener – ergo der Wiener Gruppe – bin ich auf durchaus verquere Inhalts-Schnipsel gestoßen. Weiter machen! – bleibt da nur zu folgern. Betonung liegt auf der zweiten Silbe …

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The Fate of Fenella - Titelbild
Quelle: The Fate of Fenella (1891/92) via Wikipedia [1]

Über die Avantgarde [Literatur} lässt sich mitunter auch viel finden, das noch nicht einmal kopfüber verständlicher wird. Auf der Suche nach Informationen zu Friedrich Achleitner und Ingrid Wiener – ergo der Wiener Gruppe – bin ich auf durchaus verquere Inhalts-Schnipsel gestoßen. Weiter machen! – bleibt da nur zu folgern.

Betonung liegt auf der zweiten Silbe

Im Wikipedia-Eintrag zu Achleitner wird gleich die Phonetik klar gemacht – der Name “Achleitner” wird auf der zweiten Silbe betont und das kommt daher, dass das Wienerische ein ostmittelbairischer Dialekt ist. Da Achleitner eigentlich gebürtig aus Oberösterreich stammt, erst nach der Matura nach Wien ging, darf man die Frage stellen, ob man mit dem Gang nach Wien auch die Aussprache des Nachnamens anpasst? :) Sieht man sich die dialektale Verteilung in Österreich bzw. Oberösterreich an, würde Achleitners Geburtsort Schalchen eher ins Westmittelbairische fallen. Dass sich das Wienerische vom Oberösterreichischen durchaus unterscheidet, lässt sich auch in den Standard-Tests Sprechen Sie Wienerisch und Oberösterreichisch für Anfänger und Fortgeschrittene gut erkennen.

Die Wiener Gruppe mit Dialektdichte

Schon haariger wird es, wenn im Wikipedia-Eintrag zu Achleitner sein Gang zur Wiener Gruppe so eingeleitet wird:

Er wird zur Wiener Gruppe gezählt, die vor allem moderne Dialektgedichte verfasste. 

Friedrich Achleitner, Wikipedia

Versucht man sich im Wikipedia-Eintrag zur Wiener Gruppe noch genauer zum Dialektaspekt zu informieren, bleibt man im nächsten Info-Schnipsel unweigerlich hängen. So führte die Wiener Gruppe 1956 mit einer Nummer der Zeitschrift “alpha” eine neue Domäne ein: die experimentelle Dialektdichtung. Mit dem Andefinieren von Begriffen endet dann das Wikipedisieren, der Eintrag zur experimentellen Dialektdichtung ist leider noch leer geblieben. Das Problem hier ist auch, dass man als Leserin denken könnte, die Zeitschrift “alpha” sei eine der Wiener Gruppe.

Die Zeitschrift “alpha” (1954-1960) war jedoch keine Zeitschrift der Wiener Gruppe, sondern eine österreichische Literaturzeitschrift der 50er Jahre, immer wieder auch mit internationalen Beiträgen. Programmatisch war das eher gängig – alpha wolle “keiner Richtung, keinem Programm dienen, einfach junge europäische Dichtung publizieren”. H.C. Artmann hat bereits in der ersten Nummer der Zeitschrift veröffentlicht. Die Nummer 8 1956 nutzen dann Artmann und Rühm, um einen Teil der Zeitschrift mit einem Dialektschwerpunkt zu füllen.

dass der dialekt in unserem ,täglichen‘ denken und daher auch in unserem unterbewusstsein eine eminente rolle spielt. seine wirklichkeitsnähe und unmittelbarkeit des ausdrucks schliesslich lässt die chance, durch neue gegenüberstellungen der werte eine verfremdung und damit eine neuwertung derselben zu erzielen, besonders hoch erscheinen. so glauben wir, dem dialekt ganz neue seiten abzugewinnen.

rühm, gerhard: DIALEKTDICHTUNG (hier zitiert nach: planetlyrik.de)

Nach einer längeren Pause ist die Zeitschrift “alpha” 1959 wieder erschienen und die Projekte von Artmann, Rühm und Achleitner wurden für die Zeitschrift nun indiskutabel und die Dialekt-Nummer der Zeitschrift als Missverständnis bezeichnet. (Schlösser, Hermann: Von >> alpha << zu >>ALPHA<<. Eine Wiener Lyrikzeitschrift der fünfziger Jahre – heute gelesen (PDF)).

Fussnoten

  1. The Fate of Fenella ist für 1891 eine weitgehende experimentelle Herangehensweise: 24 Autor*innen – 12 Frauen und 12 Männer – haben einen Gemeinschaftstext produziert. Eine wirkliche Zusammenarbeit gab es nicht. Sobald ein Kapitel fertig war, ging es an den / die nächste*n Autor*in. 1891-1892 im Magazin The Gentlewoman erschienen, liess The Spectator kein gutes Haar am Ergebnis: “The result has been a fairly readable novel, that tells an extremely silly story. The plot is ridiculous.” [zurück]

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Gert Jonke und die heimliche Experimentalliteratur https://dadasophin.de/jonke-experimentalliteratur/ https://dadasophin.de/jonke-experimentalliteratur/#respond Sun, 27 Jan 2019 17:40:16 +0000 https://dadasophin.de/?p=8152 wenn die sprache eine wand wäre, könnte man tagsüber immer wieder dagegen fahren. wenn die sprache eine überschallfliege wäre, wären höchstleistungen für sie ein fliegenschiss. dadasophische eh-pistel Liest man Ronald Pohl Was soll aus der heimischen Experimentalliteratur werden? zum Todestag von Gert Jonke, lässt sich die Sprache als Fliegenschiss von der Wand kratzen. Der feuilletonistische …

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Besteigung Mont Blanc
Quelle: Albert Richard Smith: The Story of Mont Blanc (1852) via British Library [1]

wenn die sprache eine wand wäre, könnte man tagsüber immer wieder dagegen fahren. wenn die sprache eine überschallfliege wäre, wären höchstleistungen für sie ein fliegenschiss.

dadasophische eh-pistel

Liest man Ronald Pohl Was soll aus der heimischen Experimentalliteratur werden? zum Todestag von Gert Jonke, lässt sich die Sprache als Fliegenschiss von der Wand kratzen. Der feuilletonistische Hochleistungsvergleich ist ja mittlerweile eine mehr als olympische Disziplin und nimmt sich neben der nicht mehr zu erwartenden informationsgetränkten Kritik wie eine hinfällige Stehlampe (!= Midgard Leuchte) aus.

Oder Beleuchtung ist mittlerweile alles. Gert Jonke wird dann der Lorbeer-Schemel untergeschoben und alles ist immer nur groß, namhaft und zauberhaft-genialisch. Und das gilt dann gleich für die gesamte avancierte österreichische Experimentalliteratur. Ob sie jedoch jemals diese Publikumsresonanz und -relevanz hatte, wie Pohl unterstellt, dass sie zu einer Art Erziehungsinstanz geworden sein werden und sich so namhaft und schadlos gehalten haben wollen – am schmalen symbolischen Kapital, das nun mal so eine Winkelexistenz herzugeben wollen müssen.

Mehr Fragen als Antworten

Es stellen sich einfach zu viele Fragen im Artikel – vor allem, wenn es um Genese im literarischen Feld geht:

  • Was ist ein Vertreter der heimischen Moderne?
  • Gibt es nicht einen Unterschied zwischen populär und erfolgreich – besonders im Hinblick auf Artmann?
  • Was soll die schnelle Abfolge von Generationen in der Experimentalliteratur? Jonke gehört laut Pohl bereits zur dritten Generation (=! Fassbinder – Die Dritte Generation)
  • Warum waren die Veröffentlichungsmöglichkeiten dieser Autor*innen in deutschen Verlagen gönnerhaft und hofierend? Sollte man nicht eher fragen, warum gab es für diese Literatur seinerzeit keine Publikationsmöglichkeiten in Österreich?

Zahlen nur als Hausnummer

Vieles ist heutzutage aus den Regalen entfernt, das meiste kommt gar nicht in die Regale oder ist nach kurzer Zeit ohnehin wieder weg. Aber immer wieder auf die gleichen Säulenheiligen Jandl oder Artmann zu setzen – im Lyrikregal links von den Klassikern findet sich da sicherlich immer noch je ein Bändchen -, ist genauso langweilig kanonisch. Und zu bezweifeln ist – wenn man schon in dieser Siegerposen-Logik bleibt – ob Jonke wirklich mit Jandl und Artmann auf dem Popularitätstreppchen stehen würde. Sieht man sich die Suchergebnisse für die Wiener Gruppe (WG) und Grazer Gruppe (GG) in Google an – immer mit dem Suffix “Autor” (z.B. “Peter Handke” Autor), lassen sich schon auch andere Beliebtheitswerte finden – es ist hier nicht nur der Kern der jeweiligen Gruppe gemeint – durchaus auch Assoziierte:

  • Peter Handke (1.300.000) – GG
  • Elfriede Jelinek (982.000) – GG assoziiert
  • Ernst Jandl (318.000) – WG assoziiert
  • Gerhard Roth (255.000) – GG assoziiert
  • Friederike Mayröcker (143.000) – WG assoziiert
  • H. C. Artmann (114.000) – WG
  • Friedrich Achleitner (92.200) – WG
  • Gerhard Rühm (91.100) – WG
  • Barbara Frischmuth (78.900) – GG
  • Gert Jonke (75.900) – GG assoziiert
  • Wolfgang Bauer (58.000) – GG
  • Konrad Bayer (46.900) – WG
  • Alfred Paul Schmidt (35.800) GG assoziiert
  • Michael Scharang (24.500) – GG assoziiert
  • Alfred Kolleritsch (24.500) – GG
  • Klaus Hoffer (21.800) – GG
  • Helmut Eisendle (18.600) – GG assoziiert
  • Reinhard P. Gruber (17.000) – GG assoziiert
  • Oswald Wiener (13.700) – WG
  • Harald Sommer (13.000) – GG assoziiert
  • Gunter Falk (9.320) – GG
  • Bernhard Hüttenegger (5.870) – GG assoziiert
  • Wilhelm Hengstler (5.820) – GG

Das sind zum einen nur mal Zahlen, aber sie geben recht gut den aktuellen österreichischen Literaturkanon wieder. Sicherlich ist Oswald Wiener bekannter, aber eben nicht als Autor. Jonke ist aber weit hinter Artmann und Jandl anzusetzen. Auch Kolleritsch würde mehr Ergebnisse haben, wenn man den Suffix Autor entfernt.

Fixpoetry hat in Erinnerung an Gert Jonke bereits darauf hingewiesen, dass Pohls merkwürdig machttypisches Bild – man müsste ja nur die Texte der Experimentalliteratur dem namenlosen wie auch immer potentiellen Publikum – der Crowd – in den Magen stopfen – irritiert. Man müsste dem abschließend noch hinzufügen, dass diese brachiale Argumentation schlicht peinlich und deplatziert ist, denn wir stopfen uns doch ohnehin genug in den Magen (Unser Magen – ein Schwerstarbeiter).

Fussnoten

  1. Albert Richard Smith (1816-60) war ein britischer Schriftsteller, Humorist, Journalist und Bergsteiger. Aus seinen alpinen Erfahrungen mit der Mont-Blanc-Besteigung 1851 inszenierte er eine eigene Show The Ascent of Mont Blanc (1852-58). Eine Mont-Blanc-Manie breitete sich aus und für Kinder gab es sogar das Brettspiel The New Game of Mont Blanc. [zurück]

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Andreas Okopenkos frühe Tagebücher digital https://dadasophin.de/okopenko-digital/ https://dadasophin.de/okopenko-digital/#respond Thu, 03 Jan 2019 22:54:50 +0000 https://dadasophin.de/?p=8122 Via ORF Hypertext-Pionier nun im Hypertext bin ich über die neue digitale Edition der frühen Tagebücher von Andreas Okopenko gestolpert: Tagebücher Andreas Okopenko, 1949-1954. Die Österreichische Nationalbibliothek unter der Projektleitung von Roland Innerhofer (einige Publikationen Innerhofers) und in Kooperation mit Bernhard Fetz hat das Projekt realisiert. Obwohl es häufig sehr knappe Einträge sind, kann man …

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Buchkäufer - ohne Okopenko
Quelle: Uzanne, Octave1: Bouquinistes et Bouquineurs 1893 via British Library

Via ORF Hypertext-Pionier nun im Hypertext bin ich über die neue digitale Edition der frühen Tagebücher von Andreas Okopenko gestolpert: Tagebücher Andreas Okopenko, 1949-1954. Die Österreichische Nationalbibliothek unter der Projektleitung von Roland Innerhofer (einige Publikationen Innerhofers) und in Kooperation mit Bernhard Fetz hat das Projekt realisiert.

Obwohl es häufig sehr knappe Einträge sind, kann man z.B. die Entwicklung der Zeitschrift publikationen einer wiener gruppe junger autoren (1951-1953 – Publikation über die Zeitschrift, PDF) gut nachverfolgen, wird das literarische Feld im Österreich der 50er Jahre deutlich. Früher Kontakt zu Artmann, die vielen Streitereien mit Artmann, dann später der Kontakt zu Jandl.

Wir müssen einen Paprikaschnaps selbst ansetzen / Es muss unbedingt Paprikaschnaps da sein für den Empfang von Jandl.

27.6.1953: Okopenko, Andreas: Tagebuch 16.06.1953–28.12.1953. Digitale Edition, hrsg. von Roland Innerhofer, Bernhard Fetz, Christian Zolles, Laura Tezarek, Arno Herberth, Desiree Hebenstreit, Holger Englerth, Österreichische Nationalbibliothek und Universität Wien. Wien: Version 1.0, 12.12.2018

Die Edition hat auch den Themenbereich “Literarische Netzwerke” herausgearbeitet, vor allem die Surrealismus-Mode in den 50ern ist spannend. Auch der Themenkomplex “Medien” ist interessant, Okopenko ist ständig am Radio hören. :) Und immer wieder der Spagat zwischen Lohnarbeit – Okopenko hat als Betriebsabrechner (?) gearbeitet – und Schreiben in den Tagebüchern harsch formuliert – nach 5 Tagen endlich frei!

(1) In Octave Uzanne La fin des livres (1895 – engl. The End of Books) wird die Zukunft der Bibliophilen als phonographil beschrieben. Autoren, die selbst nicht sonderlich stimmbegabt sind, werden sich Schauspieler engagieren, um ihre Texte einzusprechen. :) Spannender früher mediengeschichtlicher Text, besonders die Vorwegnahme des iPods oder Walkmans im Bild Phonographic Literature for the Promenade.

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Experimentelle Schöpfkellen – aheu! https://dadasophin.de/experimentelle-schoepfkellen-literatur/ https://dadasophin.de/experimentelle-schoepfkellen-literatur/#respond Mon, 15 Oct 2018 22:09:34 +0000 https://dadasophin.de/?p=8109 Ja sicherlich – die experimentelle Literatur arbeitet ganz offen mit Copy & Paste. Ich werde gleich mal nachschlagen, wer und wie das tatsächlich offen gelegt hat / wird. Der Punkt ist doch eher, dass die experimentelle Literatur – wenn sie denn wirklich mit einem gewissen Ernst betrieben wird – sich gar nicht die Frage nach …

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Ja sicherlich – die experimentelle Literatur arbeitet ganz offen mit Copy & Paste. Ich werde gleich mal nachschlagen, wer und wie das tatsächlich offen gelegt hat / wird. Der Punkt ist doch eher, dass die experimentelle Literatur – wenn sie denn wirklich mit einem gewissen Ernst betrieben wird – sich gar nicht die Frage nach Originalität, Vereinzelung und Schöpfkellen-Drama stellt.

Bei mancher experimenteller Literatur wird ganz offen mit ‘Copy and Paste’ gearbeitet und damit die klassische Vorstellung von Originalität und dem Einzelnen als einsamem Schöpfer von Texten in Frage gestellt.

Roloff, Simon in: Rauch, Raphael: Wenn Bücher wie am Fließband entstehen. ZDF (13.10.2018)

Das Lustige an der Copy & Paste Volte ist ja, dass es das experimentelle Schreiben mit dem beiläufigen Textmarkern gleichsetzt. Dass das Wiederverwenden von Material einer normalen Textlogik folgt und der Mehrfach-Verschnitt eine gängige Methode ist, fällt dann schlicht argumentativ hinten runter. Und wie Roloff summiert: Allerdings hadert der Literaturbetrieb mit solchen Texten. 

Trotzdem habe ich mir die Webseite von Simon Roloff angesehen. Er arbeitet schwerpunktmäßig zu Robert Walser und Mediengeschichte. Seinen Aufsatz zu Kittler werde ich gleich mal bukmarkern: Eleganter Code. Montagepraktiken der Medientheorie Friedrich Kittlers (Google Books). Ist ja auch ein Theorie-Steckenpferd von mir – immer noch, habe ja Mediengeschichte unimäßig abgeschlossen (Stichwort: Zielinski). :)

Und man merke sich intern vor: bevor der aus SEO-technischem Gesichtspunkt zu knappe Beitrag online gehen kann, wird die wortlustige Textfeh (sorry – das Keun-Ef-Ef) ein Fokus-Keyword zu setzen müssen, sämtliche Bilder für den Artikel wieder entfernen und alle Ähnlichkeiten (related items) schlicht zu ignorieren wissen (keine eingebundenen links gefunden – no birthday press – meen turn).

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Der deutsch schreibende steirische Schriftsteller mit Steiermark-Bezug https://dadasophin.de/steirische-eichen/ https://dadasophin.de/steirische-eichen/#respond Fri, 12 Jan 2018 15:24:52 +0000 https://dadasophin.de/?p=7975 Ich würde hier gerne mal einen akzidentiellen diagrammatischen Ansatz wählen – gemeint sind hier wohl die Mir-Sand-Mia-Teilnahmebedingungen mit Fotokopie des permanenten Hollerdrio-Lebenslauf (Passfoto Batchwork inbegriffen). Ab sofort kann jeder deutsch schreibende steirische Schriftsteller oder Autor mit Steiermark-Bezug beim „SCHREIBEREI – Literaturpreis Steiermärkische Sparkasse“ mitmachen … Quelle: SCHREIBEREI – Literaturpreis der Steiermärkischen Sparkasse / Teilnahmebedingungen Oder: wenn …

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Ich würde hier gerne mal einen akzidentiellen diagrammatischen Ansatz wählen – gemeint sind hier wohl die Mir-Sand-Mia-Teilnahmebedingungen mit Fotokopie des permanenten Hollerdrio-Lebenslauf (Passfoto Batchwork inbegriffen).

Ab sofort kann jeder deutsch schreibende steirische Schriftsteller oder Autor mit Steiermark-Bezug beim „SCHREIBEREI – Literaturpreis Steiermärkische Sparkasse“ mitmachen …

Quelle: SCHREIBEREI – Literaturpreis der Steiermärkischen Sparkasse / Teilnahmebedingungen

Oder: wenn man’s ganz genau zu nehmen wollen würde – was unterscheidet jeden deutsch schreibenden steirischen Schriftsteller mit Steiermark-Bezügen von jedem deutsch schreibenden steirischen Autor mit steiermärkischen Sparkassen-Bezügen?

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Der Hofmeister (Lenz) https://dadasophin.de/lektuere-der-hofmeister-lenz/ https://dadasophin.de/lektuere-der-hofmeister-lenz/#respond Sun, 23 Jul 2017 20:22:31 +0000 https://dadasophin.de/?p=7565 Gerade den Hofmeister von Lenz (1774) gelesen – schon ein ziemlich guter Text. Bei Lenz interessant, wie das Pekuniäre seine Texte durchzieht. Wem man sich wie stark und mit welchen Folgen aussetzt, um nicht nur soziales Kapital einzusammeln. Und adelige Frauen haben auch zu tun, um sich das schon erworbene Kapital permanent auszupolstern: aber Sie …

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Gerade den Hofmeister von Lenz (1774) gelesen – schon ein ziemlich guter Text. Bei Lenz interessant, wie das Pekuniäre seine Texte durchzieht. Wem man sich wie stark und mit welchen Folgen aussetzt, um nicht nur soziales Kapital einzusammeln. Und adelige Frauen haben auch zu tun, um sich das schon erworbene Kapital permanent auszupolstern:

aber Sie waren in so viel Zerstreuungen verwickelt, so mit Kutschenbesuchen und Serenaden belästigt, dass ich mit meinem Besuch zu unrechter Zeit zu kommen fürchtete.

Quelle: Patzer, Georg. Textausgabe + Lektüreschlüssel. Jakob Michael Reinhold Lenz: Der Hofmeister: Reclam Textausgabe + Lektüreschlüssel (German Edition) (Kindle-Positionen 1469-1471). Reclam Verlag. Kindle-Version. (cool – Kopieren aus dem Kindle mit voller Quellenangabe … Hätten wir das seinerzeit im Germanistikstudium schon gehabt. Wir wären vor der Zeit fertig geworden :))

Und ganz klar – wer Lenz ausführlich gelesen hat: Büchner.

Und versuche nun doch rauszukriegen, warum es zum Bruch zwischen Lenz und Goethe in Weimar kam – Lenz wurde ja aus Weimar ausgewiesen – ergo verbannt …

Er, Goethe, vernichtet alle Erinnerungsstücke, z. B. Briefe, an Jakob Michael Reinhold Lenz

Quelle: Hans Bader: Lenz (Weimar-Lese) 

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Der Autor möchte in seiner Literatur nicht gestört werden https://dadasophin.de/der-autor-moechte-in-seiner-literatur-nicht-gestoert-werden/ https://dadasophin.de/der-autor-moechte-in-seiner-literatur-nicht-gestoert-werden/#respond Sun, 07 Aug 2016 21:49:52 +0000 http://dadasophin.de/?p=7548 Nun – jetzt ist der WhatsApp Chat Literatur und jeder kann mitlesen. Aber wie das technisch gefiltert wird, widerspricht wieder allem, was das Medium ausmacht – nämlich als eine nachträglichen Häppchenkultur. Nutzer als Autoren oder Autoren als Nutzer bewegen sich mit einem technischen Gerät und einer Texteingabe und reagieren auf Umwelt und einander. Das, was …

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Nun – jetzt ist der WhatsApp Chat Literatur und jeder kann mitlesen. Aber wie das technisch gefiltert wird, widerspricht wieder allem, was das Medium ausmacht – nämlich als eine nachträglichen Häppchenkultur.

Nutzer als Autoren oder Autoren als Nutzer bewegen sich mit einem technischen Gerät und einer Texteingabe und reagieren auf Umwelt und einander. Das, was sie an Text-Reaktion liefern, gelangt dann wohl in eine Filter-Zentrale, nicht direkt an den Nutzer:

Ihre Nachrichten landen in der WG-Zentrale. Hier werden sie in kleinen Blöcken an die Nutzer weitergeleitet. Das hat technische Gründe – und so wird verhindert, dass die Autoren nicht gestört werden.

Quelle: Literatur per WhatsApp

Genau das ist Social Media – dass man gestört wird. Und dass man auf die Störung reagiert. Und ich meine mit Störung durchaus positives.

Oder wie ist das nun gemeint – Autoren-Störung ja oder nein? :)

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Literaturzeitschrift mit AI Anspruch https://dadasophin.de/literaturzeitschrift-mit-ai-anspruch/ https://dadasophin.de/literaturzeitschrift-mit-ai-anspruch/#respond Sat, 06 Aug 2016 13:52:13 +0000 http://dadasophin.de/?p=7330 CuratedAI ist eine Literaturzeitschrift, die ausschließlich Texte von AI veröffentlicht. Mit entsprechend großen Datenmengen lassen sich auch beliebig viele – auch gut lesbare – Texte erzeugen. In der Prosa kommen derzeit jedoch nur die Klassiker zum Einsatz: Jane Austen und Tolstoi. Worauf man besonders gespannt sein darf: Wie werden sich die BIOS der AI-Autoren entwickeln. …

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CuratedAI ist eine Literaturzeitschrift, die ausschließlich Texte von AI veröffentlicht. Mit entsprechend großen Datenmengen lassen sich auch beliebig viele – auch gut lesbare – Texte erzeugen. In der Prosa kommen derzeit jedoch nur die Klassiker zum Einsatz: Jane Austen und Tolstoi.

Worauf man besonders gespannt sein darf: Wie werden sich die BIOS der AI-Autoren entwickeln. Derzeit spürt man noch einen gewissen anarchischen Hauch in der Bio:

Deep Gimble II is a Recurrent Neural Net, trained on public domain poetry and seeded with the titular phrase.

Und natürlich hoffen wir, dass es noch viel mehr davon geben wird und sich das Genre Public Domain Poetry rasch entwicklen wird.

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Ein Buch lesen und am besten noch eins … https://dadasophin.de/ein-buch-lesen-und-besten-noch-eins/ https://dadasophin.de/ein-buch-lesen-und-besten-noch-eins/#respond Sat, 06 Aug 2016 13:20:33 +0000 http://dadasophin.de/?p=7328 Vielleicht könnte man ja soviel lesen, dass man seine Lebensaussichten ins Unendliche verlängert. ;) Oder was passiert dann mit den hochprozentigen Lesern? Compared with those who did not read books, those who read for up to three and a half hours a week were 17 percent less likely to die over 12 years of follow-up, …

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Vielleicht könnte man ja soviel lesen, dass man seine Lebensaussichten ins Unendliche verlängert. ;)

Oder was passiert dann mit den hochprozentigen Lesern?

Compared with those who did not read books, those who read for up to three and a half hours a week were 17 percent less likely to die over 12 years of follow-up, and those who read more than that were 23 percent less likely to die. Book readers lived an average of almost two years longer than those who did not read at all.


Quelle: Read Books, Live Longer – New York Times

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Dem Günstling ist günstig, was eben passt https://dadasophin.de/logbuch-litzeitschrift/ https://dadasophin.de/logbuch-litzeitschrift/#respond Fri, 01 Jan 2016 17:37:38 +0000 http://dadasophin.de/?p=7296 Das Logbuch Suhrkamp stellt in seiner neuen Rubrik Literaturzeitschriften vor. Das peinlich Spannende dabei ist nicht, dass das Modell Fragebogen letztlich mehr über den Fragenden als den Befragten preisgibt, sondern dass die befragte Zeitschrift und die Redaktion des Logbuchs eine personelle Überschneidung aufweisen: Redakteur der Zeitschrift ist zugleich in der Redaktion des Logbuchs … Abstand zum besprochenen …

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Das Logbuch Suhrkamp stellt in seiner neuen Rubrik Literaturzeitschriften vor.

Das peinlich Spannende dabei ist nicht, dass das Modell Fragebogen letztlich mehr über den Fragenden als den Befragten preisgibt, sondern dass die befragte Zeitschrift und die Redaktion des Logbuchs eine personelle Überschneidung aufweisen: Redakteur der Zeitschrift ist zugleich in der Redaktion des Logbuchs …

Abstand zum besprochenen Thema ist auch nur eine Frage des Augenwinkels. ;

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