es mutet schon seltsam an. wie sich die literaten und literatinnen dem werkzeug „weblog“ annehmen: sie positionieren es auch gleich mit einem ihnen entsprechenden namenszug – der literarische weblog (in abgrenzung zum gemeinen weblog). im grunde sollte man alban nikolai herbst bei seiner kleinen theorie des literarischen bloggens ziemlich in die theorietasche schauen.
da werden vorbilder (online.tagebuch) angefasst und sich zugleich wieder davon abgesetzt. weil ein literarisches tagebuch als weblog pin up ist eben schon wieder was andres. dabei muesste man ihm schon in die parade fahren. was die ausformung eines genres betrifft. das diverser nicht sein kann und von ihm ins poetische gedreht und gedrechselt wird. was dem genre weblog an sich nicht weh tut. aber dabei hilft. auch noch das bloggen in die literarische theorie adrett zu ueberfuehren.
wir wuerden sagen. lieber dschungel. das bleibt zu unwidersprochen. so einfach sollte man es sich mit dem kleinen theorem drehen nicht machen. 🙂
und nur unter uns weblognarren: die dschungel mag eine cut und paste und puzzelierungs auflage sein. aber mit benjamins passagenwerk hat es nur in seiner paragraphierung zu tun. nicht jedes theoretisieren ueber ist gleich passage. 😉