Wer mit dem Für-sich-allein-Lesen von Arno Schmidts Texten Probleme hat, wäre überrascht über den hohen Unterhaltungswert, den das dreistimmige Vorlesen hat. Das hängt auch damit zusammen, dass sie sich aufeinander verlassen können, dass sie ihre Stimmen und ihr Ausdrucksvermögen im Griff haben und nicht den Fehler machen, schauspielerhaft profimäßig zu artikulieren. Wie sie lesen, das wirkt ungekünstelt und liebevoll und bewegt sich sehr angemessen im klanglichen Rahmen des von Schmidt kunstvoll literarisierten alltagssprachlichen Tons.
dreistimmiger monolog. im literaturhaus wird arno schmidt diesmal grantelnd gewuerdigt (FR, 10.02.05)
