dadasophin.de

Kategorie: Lektüren

lose links :: links lose

ein paar lose links in den abend:

… postamt und briefkasten – wolfgang behringer (pdf)
… heinrich kramers hexenhammer: text und kontext – wolfgang behringer (pdf)
… melancholie und hexenverfolgung – wolfgang behringer (pdf)
… infrastrukturentwicklung als kriterium fuer zentraloertlichkeit im fruehneuzeitlichen deutschland – wolfgang behringer (pdf)
… „die welt in einen anderen model gegossen“ – das fruehmoderne postwesen als motor der kommunikationsrevolution – wolfgang behringer (pdf)
… digitales haeuserbuch in mainz
… ausstellung „HEXENWAHN – aengste der neuzeit“ (dhm)
… „die hungrigen schreiben selten geschichte, und historiker sind selten hunrig“ – christian michael zottl (concilium medii aevi, 2005 – pdf)
… vom adelsspiel zum buergervergnuegen – zur sozialen relevanz des mittelalterlichen schachspiels – rainer a. mueller (concilium medii aevi, 2002 – pdf)
… belagerung als problem der fruehneuzeitlichen militaergeschichte. zum schicksal von einwohnern belagerter staedte im absolutistischen zeitalter – hagen haas (pdf)
… sehr witzig: goethes werther als email-ausgabe 🙂
jakob und die dummen herren (zeit, 49/93)
geschichte im roman – eine portalseite

reformation :: der bauernkrieg

unterdessen warfen die fuersten die erhebung gewaltsam nieder. innerhalb weniger wochen (mai/juni 1525) brach der widerstand zusammen; die sieger vollzogen ein grausames strafgericht. waehrend das landesfuerstentum gestaerkt aus den kaempfen hervorging, waren die bauern fuer jahrhunderte kein politischer faktor mehr.

quelle: schlaglichter der deutschen geschichte. kapitel „reformation und glaubenskriege“ (bpb, s 100)

… historischer abriss zum bauernkrieg (1524/26)
… die koerpermassaker im deutschen bauernkrieg von 1525 – florian welle
… wider die raeuberischen und mörderischen rotten der bauern – luther (1525)
… verschiedene texte von thomas muenzer
der deutsche bauernkrieg – friedrich engels (1850)

der stuhl :: und sein wattebesorger

Die Könige und Herrscher saßen, ja thronten, heroisch auf ihren massigen, monumentalen und breiten Stühlen, vor allem auch Ludwig XIV. Er war auf seine repräsentative Erscheinung mehr als auf Bequemlichkeit bedacht, bis er das Spiel auf die Spitze trieb: auf seiner „chaise percée“ hielt er im wahrsten Sinne die „Morgentoilette“ inmitten seiner Ministerrunde ab und knüpfte gleichzeitig einen „ehrenvollen“ Ministerposten für einen seiner vielen zu entmachtenden Adligen daran. Er kreierte den „Ministre de porte de cotton“ (den Wattebesorger, heute würde man sagen, den Toilettenpapierbringer).

vom lehrstuhl zum lehnstuhl – sabine fehlemann (pdf)

wer andere lobt :: will nur selbst gelobt werden

rezensenten nehmen sich schon mal gerne frech- und grobheiten in ihren urteilen heraus. die einer nur die haare zu barte stehen lassen: so schlaegt uwe ebbinghaus in seiner rezension von arno schmidts radioessays „von buechern und menschen“ gleich ganz fest in die kerbe des literaturbetrieblichen. wer andere autoren lobt. die von anderen nicht gelobt werden. will sich damit selbst loben und von anderen gelobt werden – einfacher gehts dann wirklich nicht mehr:

Arno Schmidts Radio-Essays „Von Büchern und Menschen“, die sich der Aufwertung unterschätzter Dichter-Kollegen widmen, lassen keinen Zweifel: Dieser Mann sehnte sich selbst nach gerechtem Urteil – die präzise Würdigung der Schicksalsgenossen sollte die eigene antizipieren.

arnos langer weg zum wake – uwe ebbinghaus (welt, 28.02.04)

ich kann keine kunst mehr sehen :: timm ulrichs

… ich kann keine kunst mehr sehen – timm ulrichs (1975)
selbstausstellung – timm ulrichs (1961/91)

Für Timm Ulrichs ist nicht alles Kunst. „Ich kann keine Kunst mehr sehen“ steht auf einem Schild zu lesen, das der Künstler, mit dunkler Brille, Armbinde und Blindenstock ausgestattet, um den Hals trägt (Nr. 69), und meint jene Kunst damit, die seiner Meinung nach nicht mit dem Leben in Beziehung zu setzen ist. „Ich kann und mag all jene Künste nicht mehr sehen, die als nur dekorativer Schein, als Deckmantel, als Trost- und Schönheitspflaster aktuelle Wunden bemänteln, verdecken, kaschieren und allenthalben die Welt mit oberflächlichem Zeugs voll- und verstellen. Da Kunst – anders als das Leben stets als E-Kunst, kaum als zum alsbaldigen Verbrauch bestimmte U-Kunst begriffen – immer schon Schonung genießt aufgrund ihres Selbstverständnisses, ,zeitlos‘ zu sein, kann man bald das Leben vor lauter Kunst nicht mehr sehen, greifen die musealen Friedhöfe immer mehr und weiter um sich.“

timm ulrichs revisus – richard w. gassen

random items :: mo|sert

Mosern

mo|sern [H. u.] (ugs.): [ständig] etw. zu beanstanden haben u. seinem …

quelle: duden online

leipziger buecherlei hat den knopf wieder an den nagel gehaengt: random items ist des moserns maechtig. 🙂

das mag zutun oder nicht zu tun haben mit:

  • dem oesterreichischen fremdenverkehr
  • dass das ruhrgebiet nicht ganz so weit von hier weg ist
  • dass mosern womoeglich doch von hans moser kommt
  • dass das auch ein ziemlich guter wein sein kann
  • dass es sogar zwei smileys fuer moser und mosern gibt

fuer eine TAZ :: ohne rote Balken

das neue TAZ layout empfinden wir als eindeutigen schritt in eine boulevardaufmachung. die aber dem inhaltlichen ansatz voellig zuwider laeuft. schon die peinlichen roten balken im obersten Bereich der seite 1 lassen nichts gutes vermuten. wie zu erwarten gibt es eine unmenge leserbriefe zu diesem thema und taeglich wird ein altes element hinzugefuegt. ein neues entfernt. die TAZ gibt selbstkritisch zu:

Ob das vorliegende Layout diese Stärken optimal zur Geltung und die gewünschten Erfolge bei den Verkaufszahlen bringt, darüber kann man streiten.

aus dem taz newsletter vom 12.05.05

TAZ ohne tatze (mediencity)
geschichte und enstehung der TAZ – sarah dickel (hausarbeit, 1999)

schopenhauer und die verleger

Gegenüber seinen Verlegern verlor Schopenhauer – so Estermann – nicht selten die «Contenance, kritisierte, zeterte und drohte» und versuchte auch gegenüber dem Hauptverleger «seine Vorteile als Brockhaus-Vorteile zu verkaufen, debattierte über Druckanordnungen und Zeilenabstände, touchierte das heikle Problem der Kalkulation. Ja, einmal masste er sich sogar den Vorschlag an, das Verlagssignet auf dem Titelblatt zu tilgen

des autors vorstellung, des druckers willen (NZZ, 11.05.05)