re:publica 2010: Wo sind die Frauen?

Vor Kurzem war ich in Berlin auf der re:publica 2010 und wollte mich mal wieder nach einiger Latenzzeit auf den aktuellen Stand des Feminismus bringen. Dazu besuchte ich zum Thema zwei Panels: Feministische Netzkultur 2.0 und Das andere Geschlecht. Dabei kam immer wieder die Frage auf, wie sieht es tatsächlich mit dem Frauenanteil der re:publica aus. Genaue Daten gab es nicht, es war mehr so eine Schnellschuss-Gefühlsfrage.

Weil ich solche gefühlige Schieflagen eher nicht so mag, habe ich mich hingesetzt und mal die Daten aus 3 Jahren re:publica mir genauer daraufhin angesehen, das erste Jahr 2007 scheint online nicht mehr greifbar zu sein.

Der Frauenanteil auf der re:publica: eine niedrige Konstante

Anteil Männer und Frauen auf der re:publica für die Jahre 2010, 2009 und 2008

Fangen wir mal mit dem positiven an: Der Frauenanteil ist geringfügig gegenüber 2009 von 17% auf 21% gestiegen. 🙂 Aber ingesamt hält sich der Frauenanteil über die letzten Jahre so an der 20% Schwelle, was dann nicht mal ein Viertel der Speaker ausmacht und das ist dann schon eine ziemliche Schlappe, würde ich sagen. Wenn nicht mal ein Drittel erreicht wird, obwohl doch mindestens die Hälfte das Ziel ist, gut ich denke, da sollten die Macher der re:publica schlicht noch dran arbeiten. Vergleicht man den Frauenanteil jedoch mit anderen Konferenzen im Webbereich sieht es dort tatsächlich wirklich düster aus, da wird dann gerne mal das Achtel nicht erreicht.

Die Frauen auf der re:publica: Wie häufig halten Frauen Vorträge?

Frauen auf der re:publica für die Jahre 2010, 2009 und 2008: die Art der Sessions

Allein der Gesamtanteil der Frauen ist zwar schon aussagekräftig, aber wie sieht es nun genau aus bei der Verteilung der Sessions. Hier wird es dann schon schwerer mit der Wertung: Wiegt ein Vortrag mehr als ein Ko-Vortrag, ein Vortrag mehr als ein Workshop. Schwierig zu beurteilen. Ich finde dennoch die Verteilung interessant genug. Lehnen wir uns an gängige Webkonferenzen, bedeutet der Vortrag gemeinhin die größte Wertschätzung. Die re-publica hat jedoch für sich einen starken Fokus auf das Workshop-Konzept gelegt, insofern würde ich sagen, kann man den Workshop durchaus mit einem Vortrag vergleichen.

Sieht man sich die Verteilung für die einzelnen Sessions-Arten über die Jahre an, fällt auf, dass ab 2009 Diskussions-Panel mit Frauen besetzt quasi explosionsartig zugenommen haben. 2008 war noch der Ko-Workshop am meisten vertreten, dann saßen Frauen eher auf dem Diskussionspodium und hielten noch sehr wenige Vorträge. 2009 steigt auch die Zahl der Vorträge und Ko-Vorträge um das doppelte, 2010 steigt dieser Anteil aber kaum an. Dafür steigt 2010 neben dem schon etablierten Diskussions-Paneln vor allem die Anzahl der Ko-Workshops, bleibt aber hinter dem Anteil von 2008 zurück, irgendwie gab es kaum Ko-Workshops 2009. Auch die Zahl der Workshops mit Frauen steigt 2010 aufs Doppelte an.

Das hört sich jetzt schon fast prächtig an, aber legt man die Verteilung an den geringen Gesamtfrauenanteil an, relativieren sich die Zahlen ganz schnell. So liest sich das dann bei 49 Frauen 2010: 17 davon haben an Diskussionen teilgenommen – das sind dann immerhin schon 35%, 10 Frauen haben an Ko-Workshops mitgewirkt, 9 einen Vortrag allein gehalten, 9 einen Ko-Vortrag und 6 einen Workshop abgehalten. Der Rest der Frauen hat sich in der Moderationsrolle bewegt oder eine Lesung gehalten. Und das rundet sich jetzt nicht auf die Gesamtzahl der Frauen, weil einige ja auch mehrere Optionen wahrgenommen haben, etwa an einer Diskussion teilgenommen und einen Vortrag gehalten haben. Ich werde gleich noch bei der inhaltlichen Auswertung zeigen, warum der Diskussionsbereich so überproportioniert ist. Es ist halt auch schwierig, bei so einem niedrigen Frauenanteil auch noch Verteilungen zu bewerten, wo es kaum Verteilungsspielraum gibt. 🙂 Aber ich würde mal sagen, auf den ersten Verteilungsblick kann man sagen, Frauen nehmen eher mehr an Diskussionen teil, der Rest der Optionen verteilt sich so circa ausgewogen.

Die Frauen auf der re:publica: Welche Themen vertreten sie?

Frauen auf der re:publica für die Jahre 2010, 2009 und 2008: Verteilung der Themen

Hat uns die Verteilung der Art der Sessions eher etwas unbefriedigt gelassen, wird es bei der Verteilung der inhaltlichen Schwerpunkte schon interessanter. Wichtig ist bei dieser Verteilung, dass man die jeweiligen Jahresschwerpunkte der re:publica mit berücksichtigt. Dadurch reduziert und verteilt sich dann – weil etliche der Schwerpunkte eher mit Frauen besetzt werden -, auch wieder der ohnehin schmale Frauenanteil auf eben diese frauenspezifischen Themen. So gibt es über die Jahre einen konstanten Anstieg von feministischen Themen, die schwerpunkthaft auch fast nur durch Diskussions-Panel besetzt werden, 2010 war das Thema Frauen und Feminismus 9 mal von Frauen belegt. Auch wird gerne mit Frauen besetzt, alles was mit E-Learning zu tun hat, 2010 der Schwerpunkt etwa re:learn war gleich 4 mal von Frauen belegt. Mode war ja auch ein Schwerpunkt dieses Jahr, also auch hier 3 mal mit Frauen besetzt, war ja zu erwarten – ich denke das Thema war ohnehin nur mit Frauen besetzt.

Sehr stark sind Frauen auch in Themen wir Politik, Aktivismus und Bloggen vertreten gewesen 2009. Dieser Anteil ist aber 2010 rasant zurückgegangen. Das Thema Bloggen hat jedoch 2010 ganz allgemein eine geringere Bedeutung als in den Vorjahren. Warum der Anteil an den Themen Politik und Aktivismus so gefallen ist, ist mir eher schleierhaft. Die restlichen Themen, an denen Frauen beitragen, sind schnell aufgeführt: ein wenig was mit Medien und Journalismus, ein bisschen Open-Konzepte wie Open-Source und dann noch ganz wenig Religion und Barrierefreiheit. Das ist nicht sonderlich breit gestreut, muss man sagen. Da sind auch die klassischen Frauenthemen so richtig beisammen: Geschlecht, Frau, Schreiben, Lehre, Mode und ein wenig Aktivismus. Das ist jetzt zugegeben etwas zugespitzt formuliert, für mich trifft es das schon.

Auch wenn ich es wichtig finde, dass feministische Themen noch mehr auf einer Konferenz wie der re:publica präsent sein sollen, finde ich es zuerst wichtig, dass der Frauenanteil insgesamt steigt, Frauen mehr Vorträge halten – vor allem auch zu Themen, die mal nicht so frauenspezfisch sind. Ich stimmt daher den Forderungen von Ina Freudenschuss nach mehr weiblichen Themen nur dann zu, wenn sich die Verteilung insgesamt erhöht und Frauen auch technische, mediale und netzkulturelle Themen wie Zensur und Datenschutz belegen. Weil es gerade auch sonst im Webbereich und auf Konferenzen so ist, das genau zu solchen Themen Frauen immer noch fehlen. Und das ist wirklich ein Problem, denn dadurch haben wir nicht nur die Ära der Alpha-Blogger ausgestanden, jetzt müssen wir auch noch die der Alpha-Konferenzen erleben.

Das Thema des niedrigen Frauenanteils und das permanente Fehlen von Frauen in den technischen Themen ist vielschichtiger und lässt sich nicht darauf reduzieren, dass wir uns halt einfach mit Themen melden sollen. Diese Option steht uns freilich immer offen, aber viel wichtiger ist, dass es eine verstärkte, wirklich tragfähige Netzwerkbildung gerade für den Bereich Mehr Frauen in Konferenzen geben muss. Dass sich da schon was tut und auch getan hat, haben die beiden Panel zu Feminismus und Sexismus gezeigt, die sehr stark von einer Vernetzung getragen wurden. Das war für mich das erfreulichste an der diesjährigen re:publica und ich werde dem nachgehen, wo die Vernetzung stattfindet. 🙂

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17 Gedanken zu „re:publica 2010: Wo sind die Frauen?

  1. Warum sollen die Macher der re:publica daran arbeiten, mehr Frauen in die Panel zu lassen? Es gibt Monate im Vorfeld die Möglichkeit sich als Sprecher mit Themen bei der re:publica zu bewerben zum jeweiligen re:publica-Motto.

    Dann müssen die Frauen das eben verstärkt tun, sich bewerben und schon können die Panels mit noch mehr Frauen und etwaigen Frauen relevanten Themen zum Web besetzt werden.

  2. “Macher und Macherinnen” bitte. 😉

    Im Ernst: Vielen Dank für diese Arbeit, ich verlinke das gleich mal von re-publica.de – wir wissen, dass noch viel zu tun ist, großen Dank für diese Analyse! Ich frage auch mal nach, ob wir Zahlen bzgl. der Besucherinnen und Besucher haben.

  3. @creezy

    Das sind eben zwei Paar Schuhe. Ganz klar wird ja schon einer Vernetzung der Frauen gearbeitet, das konnte man aus den frauenspezifischen Panels raushören. Aber so ganz rund scheint das auch noch nicht zu sein.

    Das Argument kommt ja immer wieder, Frauen müssten sich halt nur einfach selbst melden zu den Themen. Gut, merkte ich ja schon an, das kann man immer machen.

    Meine Argumentation setzt jetzt nicht bei re:publica an, ich kenne das aus dem Webentwicklungsbereich schon ganz gut. Zum einen fehlen schlicht Frauen, die sich wirklich eindeutig nach aussen positionieren. Wenn man das direkt anspricht, kommen da immer die interessantesten Argumente, warum Frau das eben nicht so gerne und oft macht. Was ich zwar verstehen kann, das reduziert aber die ohnehin schon geringe Zahl der Frauen, die sich prinzipiell gerne nach vorne stellen.

    Und zum anderen – das muss halt auch mal gesagt werden – funktioniert – und für die re:publica kann ich das so nicht sagen, weil ich nicht weiss, wie es dort läuft – es – um hier schlicht mit Bourdieu zu sprechen – mit symbolischen Kapital, mit Beziehungen. Vielfach wird man schlicht einfach angesprochen, ob man einen Vortrag zum Thema macht. Und das wird man zu 99% nur dann, wenn man bekannt genug ist und die Leute halt auch kennt, eben in einer gewissen Szene ein Standing hat.

    Und: warum sollten sich die Macher der re:publica nicht grundsätzlich vornehmen, bei der Auswahl – und sie wählen sich auch selbst Leute aus und warten nicht nur, ob sich jemand meldet – schlicht auch an mehr Frauen zu denken? Warum sollte das nicht eine grundsätzliche Herangehensweise sein?

  4. @johnny

    Nun ich denke, wir sollten über diese semantisch-syntaktische Phase schon ein wenig raus sein, ich halte das immer für ein wenig zu retundant, die weibliche Form da ranzuhängen. 🙂

    Ja, es ist angenehm aufgefallen, dass sehr viel Besucherinnen (um mal hier die feminine Form zu verwenden, ausnahmsweise) auf der re:publica waren. Das ist leider im Webkonferenzbereich sonst eher noch schlimmer, ohnehin kaum Referentinnen – ich bin meisthin dann, wenn überhaupt dabei, die Quotenfrau -, fehlen auch noch die Frauen als Besucherinnen.

  5. spannende Zahlen zu einem bewegenden Thema. Dankeschön, aber geht es wirklich um das Thema: mehr Frauen für diese oder jene Sache zu engagieren? Gehts nicht einfach um Menschen und deren Dis- oder Interesse für eine Branche oder eben auch fürs Referieren?

    Mich nervt, wenn Frauen per se gefördert werden müssen, oder bspw. einen Award bekommen für beste Frau in diesem oder jenem. Ausser beim Sport wüsste ich nicht warum getrennt bewertet werden sollte, das fördert nur künstliches Quoten-Denken.

    Hab mich dazu auch mal auslassen müssen, weil die Schweizer Web Branche einen Award namens woman wired in web vergeben hat und zwar 2009 (!) nicht etwa vor 100 Jahren.

    http://blog.namics.com/2009/04/women-wired-in.html

  6. Glücklicherweise ist der Trend steigend. Trotzdem bin ich verblüfft wie arg “wir” da im Hintertreffen sind.
    Muss verschämt gestehen, dass ich mir auch nur aus zweiter Hand von einer Kollegin das Spannendste berichten ließ. Gelobe Besserung!

  7. @nicole

    Ja, aber Trend ist da vielleicht eher viel zu hoch gegriffen. 🙂 Ich wollte eigentlich auch nicht wirklich hin, weil ich ohnehin im Webentwicklungsbereich zuviele Konferenzen auf dem Plan habe. Aber ich war froh, dass ich es letztlich dann doch geschafft habe.

  8. Sehr interessant, diese Daten. Und sie entsprechen meinem eigenen “Gefühlten”. Eine Frage aber: ich habe auf der rp09 einen Vortrag über Ne(x)t Generation Learning/Education gehalten. Wo bildet der sich in der Datensammlung ab? Bei e-Learning/re:learn wäre doch ein passendes Plätzchen – auch wenn es dazu noch nicht diese Begrifflichkeit gab.
    Hier sind noch meine slides: http://www.slideshare.net/lisarosa/lrnextgeneration-bildung-im-uebergang-von-der-arbeitsgesellschaft-zur-selbstreflexiven-lerngesellschaft
    und irgendwo ist auch noch die Aufzeichnung bei maketv

    • @Lisa Rosa

      das war etwas schwierig, die Vorträge inhaltlich immer zuzuordnen, deswegen hab ich eindeutige Schwerpunkte wie re:learn genommen. 2009 gibt es aber von Frauen ne Menge Vorträge – wo auch Deiner dazugehört – zu Jugend und Netz. Könnte ich noch dazu packen, das würde das Gesamtbild aber nicht wirklich ändern. Danke für die Verlinkung Deiner Slides.

  9. @Sylvia
    Was ich vorhin vergessen habe, erst mal vielen Dank natürlich für die Arbeit, die Du Dir da gemacht hast.

    Ich kann die Vorwürfe gut nachvollziehen – ich kenne die Situation gut, nicht nur aus Internetzeiten sondern auch aus der Ur-PersonalComputer-Verkaufzeit als dort z.B. Frauen im Vertrieb rar gesät waren.

    Nur, deswegen eben mein Kommentar, da ich alle vier re:publicas mitgemacht habe und wir die Diskussion schon vor vier Jahren geführt haben, weiß ich eben auch wie sehr sich z. B. die Macher und Macherinnen der re:publica um Anmeldungen und Bewerbungen von Frauen immer gefreut haben und sofort „ja!“ gesagt haben, wenn Frauen da selber etwas machen wollten. Und deren Themen üblicherweise auch vom männlichen Publikum sehr interessiert aufgenommen wurden. Deswegen sehe ich gerade hier die Kritik nicht so sehr gerechtfertigt, wie sicherlich an vielen anderen Orten/Konferenzen zu dieser Zeit.

    Aber das sage ich auch ganz ehrlich, ich würde mir persönlich mehr Beiträge von Frauen dort wünschen, die nicht dieses Frauending zum Thema machen. Haben wir wirklich nichts anderes zu diesem ganzen Web 2.0-Thema beizusteuern als die Diskussion über das Frauen/Männer-Verhältnis?

    Super konstruktiv dagegen z.B. das Mode-Fotografie-Panel von Mary Scherpe (Stil in Berlin). Kreativer Workshop, gutes Input, gleichberechtigter Frauen- u. Männeranteil im Panel. Es geht.

    Übrigens habe ich mich schon von Anfang an sehr über die gefühlt immer sehr hohe Teilnahme von Frauen bei der re:publica gefreut. Es sind nämlich erstaunlich viele!

    • @creezy

      Ich sehe meine Argumentation weniger als Vorwurf denn als Fakt. Wie man diesen Fakten umgeht, ist dann eine andere Sache.
      Und sicherlich – diese Fakten wiederholen sich, ganz klar. Und ich halte weniger davon, ob das männliche Publikum an den Frauenvorträgen auch interessiert ist oder nicht. Das halte ich für die falsche Herangehensweise. Ich stimme Dir zu, das hatte ich ja oben im letzten Punkt betont, dass wir eine breitere, inhaltliche Streuung erreichen müssen.

      Soweit ich das aus dem Modepanel extrahiert habe, ist das frauenlastig, nur ein Mann ist im Diskussionspanel dabei. Das ist ja auch in Ordnung. Aber – ganz ehrlich, mich hat das Thema schon eher nicht interessiert.

      Ja, das weibliche Publikum ist auf der re:publica gut vertreten gewesen, angenehm.

  10. @su_franke

    Zuallererst ist das hier schlicht Statistik, was man damit macht, ist dann erst ein weiterer Schritt. Wir können sicherlich auch die Diskussion auf das Allgemein-Menschliche heben, aber was sollte das jetzt so speziell bringen? Fakt ist, dass zu wenige Frauen auf so einen Podium wie re:publica – und das ist wirklich keine kleine Veranstaltung, sondern schon ein Megaevent – sitzen. Erst dann kann man hingehen und fragen, gut, gibt es zu wenige Frauen für die einzelnen Themenstränge oder machen sich Frauen aus den Themen nichts oder was ist sonst noch das Problem.

    re:publica Referentin zu sein, hat keine Award-Qualität, sondern ist themenbezogen und hat nichts mit Förderung von Frauen zu tun. Auch die Frauenquote ist kein Förderprogramm, sondern versteht sich im Grunde von selbst. Ich weiss auch nicht, was sich über die letzten Jahre geändert hat, dass wir wieder auf so einen halt irgendwie menschlich argumentativen Level zurückgefallen sind. Es scheint wohl schon ein Problem zu sein, eine einigermassen ausgewogenen Frauenanteil einzufordern. Das ist interessant.

    Das mit den frauenspezfischen Themen ist ja leider auch ein Problem der re:publica, was ich aber nicht nur den Machern zuschreibe, sondern halt auch den Frauen, die sich dort verstärkt mit frauenspezifischen Themen einbringen wollen. Das ist ja auch gut. Aber mir fehlt die Bandbreite in den anderen Themenbereichen halt doch. Bis auf den Aktivismus-Bereich und so singuläre Vorträge wie von Miriam Meckel waren in den anderen Themen kaum Frauen präsent. Das find ich schon bemerkenswert als Info.

    Gut, zur speziellen Frauen-Bepreisung: nun ja, ich halte an sich wenig von Bepreisungen, sehe das ganze Prozedere eher kritisch. Es gibt ja für jedes Spezialgebiet x-Preise, warum dann nicht auch Frauen-Förderpreise. Man muss sich halt immer ansehen, wie sie das argumentativ präsentieren. Jeder Literaturpreis ist offiziell eine Förderung. 🙂

  11. danke für die auswertung der zahlen. interessant wenn auch leider nicht überraschend, da ich aus dem IT bereich komme. ein vorschlag: wie wäre denn kinderbetreuung auf der nächsten re:publica?

  12. Interessant wäre gewesen, wie es sich die Korrelation „Frauenanteil Publikum“ – „Frauenanteil Vorträge“ entwickelt hat. Meiner Meinung nach ist dieser Wert der wichtigste…

  13. @uniquolol
    Gut, klar, wäre interessant, aber die Zahlen stehen wohl so öffentlich nicht zur Verfügung. Und ich denke auch, dass schon zwei unterschiedliche Entwicklungen sind. Man kann sie vergleichen ja, aber sonst.

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