maurizio cattelan :: kinder haengen in den lueften

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die skulptur wurde in einer der meist frequentierten strassen mailands positioniert. der empoerung wurde schliesslich ein ende bereitet, als ein mann schlicht auf dem baum kletterte, 2 der figuren vom baum schnitt, beim abschneiden der dritten vom baum stuertzte und sich verletzte. am abend holte dann die feuerwehr die dritte figur herunter.

cattelans argumente fuer diese skulptur sind bescheiden allgemeiner natur. es ginge um das trauma der kindheit und darum. die gewalt gegen kinder in die oeffentlichkeit zu tragen.

waere die skulptur in einem museum positioniert worden. waere sie schlicht als “kunst” rezipiert worden. es scheint noch immer provokativ zu sein. “prekaere” objekte in den oeffentlichen raum zu setzen. diese setzung beinhaltet jedoch immer auch “primaere” reaktionen von passanten (quasi: der umgekehrte duchamp-effekt – das lavabo wieder in den oeffentlichen raum zuruecksetzen).

die reaktion/en waren erwartbar und sind daher nicht wirklich diskursiv verwertbar. es sei denn. das uebliche “cut-up” der oeffentlichen meinung ernst zu nehmen. die “diskursiven” entgleisungen der medien sind dazu schon weitaus interessanter.

links:
kuenstler henkte kinder (salzburger nachrichten, 08.05.04)
How to hang art and shock people (reuters)
I bambini impiccati (la republicca)
Cade dall’albero per rimuovere l’opera-choc (corriere della serra)
diverse reaktionen (corriere della serra)
Bimbi impiccati, arte scandalosa Bufera sull’opera di Cattelan (la repubblica)
Bimbi impiccati, uomo cade mentre cerca di staccarli (la republicca)

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