halle :: abriss. umnutzung. aufforstung

Fast ein Drittel seiner Bevölkerung hat Halle seit dem Ende der DDR verloren. Die Chemiewerke von Leuna und Buna – auf modernste Technologie umgerüstet – kommen heute mit einem Zehntel an Arbeitskräften aus. Halles Arbeitslosenquote liegt bei über zwanzig Prozent. Die De-Industrialisierung führte zur Abwanderung Arbeitssuchender nach Westen; sechzig Prozent der Einwohnerverluste allerdings gehen aufs Konto der Suburbanisierung: Sie sind Wegzüge ins Umland, zum Teil unterstützt durch eine (mittlerweile als übereilt erkannte) Förderung des Baus von Eigenheimen, womit man einem sehnlichen, in der DDR unerfüllten Wunsch nachkam.

Schrumpfen muss nicht nur schrecklich sein (NZZ, 17.01.05)

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