bachmann preissegnungen

[>] heute bzw. morgen beginnt ja wieder das alljaehrliche schaulaufen im literaturbetrieb. da sitzen dann wieder autorinnen wie zitterpappeln vor und nach mikrofonen und hoffen. recht bald in der betriebhaftigkeit haften zu bleiben. manche werden zuviele vertraege mit verlagen abgeschlossen haben (nach dem motto: das ist mit 40 seiten buch nicht zu schaffen). andere werden zuwenig vertraege nach sich herziehen (motto: das buch im glueck muss nicht jeder sehen koennen. aber alle kennen es schon).

irisch radisch gibt ja diesmal den vorsitz und wir hoffen. dass sie sich kaum zu wort melden wird. sie verspricht eine hebung des niveaus durch eine zahlenmaessig aufgestockte jury, dabei glaenzte sie selbst seinerzeit mit aeusserungen wie „also das habe ich jetzt nicht verstanden“. der bachmann betriebsausflug war – wider erwarten – vor jahren noch eine sehenswerte abhandlung in sachen „wie experimentell wollen wir lesen“. heute ist er nur noch die folgerichtige auslegung des anstehenden herbstprogramms – rasierklingen und sprachraeusche sind was fuer den jungen spinter. der noch nicht weiss. wo er seine texte verstauen kann.

ist lesen wirklich so langweilig – fragen wir uns und muessen zugegeben: aber nur. wenn man betriebsfeste aufsucht!

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