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Kategorie: Lektüren

kulturnation :: rss kann man auch abonnieren :-)

wie das immer so ist. man sitzt am rechner und kaempft sich durch die texes halden holder wieagra statistik einwuerfe und ist dann doch erfreut. dass doch etliche sich an unseren rss feed erfreuen. 🙂 wenn wir dann aber auf die nutzung der rss feed der kulturnation schauen. sind wir frappiert! (ok – wir duerfen das. anderen in die statistik-karten gucken – als hosting eine).

warum nutzt denn kaum einer den rss feed der kulturnation?! also frisch wegsubscriben … wir moechten bis morgen ein paar rss willige sehen!

die rss feeds der kulturnation:
rss 2.0
atom

der autor :: als luftrevolutionaer

heute gehts aber luftig zu im feuilleton-ballong – schaumschlaeger ueberall:

Der selbsternannte Librettist Wagners, der in Diskussionen aber auch gern die Meinung vertritt, daß der Nationalsozialismus eine in die Wirklichkeit überführte Wagner-Oper sei, ist ein blasser Luftrevolutionär, der alles wagt und nichts gewinnt.

neues deutschland (FAZ, 11.04.05)

die taubheit :: der zuhoerer

Denn die Sprachlosigkeit der Forscher ist vor allem die Taubheit ihrer Zuhörer. Die Gesellschaft ist des vorsichtigen Differenzierens und Abwägens müde geworden. Und folgen kann sie dem sowieso nicht mehr. Zwar lebten noch nie so viele Akademiker in Deutschland wie heute. Aber sie haben höchstens noch die formalen Abschlüsse, nicht aber mehr auch nur annähernd ähnliche Standards und Erfahrungen gemein. Es verbindet sie höchstens noch die Nivellierung historischer Grundkenntnisse auf die Fähigkeit des naiven Staunens.

Die Deutungsmacht der Außenseiter (welt, 11.04.05)

haette micky maus :: donald gestuetzt oder gestuerzt

wie haette wohl micky maus regiert? haette sie donald duck gestuetzt oder gestuerzt? der diskurs in der oesterreichischen politik unterlaeuft meisthin das tatsaechliche handlungsniveau und endet im sprachlichen witz:

Wenn er sagt, er möchte sich nicht mit Micky-Maus-Problemen herumschlagen, dann sitzt er jetzt in einer Micky-Maus-Regierung.

marlene streeruwitz zur aktuellen regierungsknappheit (standard, 05.04.05)

hollaendische malerei :: als massenmedium begreifen

Man wird die holländische Malerei als eine Art Fotografie begreifen müssen. Jeder fünfte Holländer stand im siebzehnten Jahrhundert vor einer Staffelei. Es soll mehr als eine Million Genrebilder geben. Wie im zwanzigsten Jahrhundert das Massenmedium Fotografie genutzt wurde, um die engste Umgebung darzustellen, um Aufnahmen zu machen von Dingen, die unterhalb der Ebene öffentlicher Wahrnehmung lagen, so haben die Holländer damals die Malerei genutzt als Gelegenheit zur massenhaften Selbstdarstellung. Auch sie schreckten nicht zurück vor der Zote, der Verleumdung oder auch der langweiligen Belanglosigkeit. Wir erblicken beim Gang durch die Ausstellung eine Gesellschaft, die der unseren in ihrem Exhibitionismus, in ihrer scheinbar vorbehaltlosen Lust der Thematisierung von allem und jedem so sehr ähnelt, dass wir uns wundern, wie diese Gesellschaft hat enden können. So wird die Ausstellung – wider Willen – zu einem memento mori für unsere eigene Big-Brother-Kultur.

die gesellschaft des spektakels – hollaendische malerei des 17. jahrhunderts in frankfurt (berliner zeitung, 09.04.05)

… die ausstellung „der zauber des alltaeglichen“ im staedelmuseum in frankfurt (noch bis 1.5. 05)
… ein audiobeitrag zu vermeers „briefschreiberin in gelb“ (1666) (staedelmuseum, mp3)

rankism :: robert fuller

die zeit hat ja ausfuehrlich ueber die neue generation der praktikanten (generation praktikum, nr. 14/05) berichtet – uns ist das nicht unbekannt. in der sueddeutschen wird dem noch weiter nachgegangen – interessant dazu der begriff des „ranking“ von robert w. fuller:

Ein begriffliches Instrumentarium, um die eigene Lage transparent zu machen, ohne gleich als Horde ideenloser Jammerlappen und Versager dazustehen, gibt der Generation Praktikum der Physikprofessor Robert W. Fuller an die Hand. Der Amerikaner hat in seinem 2003 erschienenen Buch „Somebodies and Nobodies: Overcoming the Abuse of Rank“ die Theorie des rankism entworfen. Fuller zeigt, wie Menschen, die schwach sind, weil sie keinen offiziellen Rang innehaben, von ranghöheren Personen zwecks eigenen Machterhalts diskriminiert werden.

die generation p – wir muessen draussen bleiben (sueddeutsche, 08.04.05)

… die webseite zum buch: breaking ranks (auf die produktpalette zum buch moechten wir nur nebenbei hinweisen: das shirt fuer den hund ;-))
… fuller – time for accepting rankism has passed (nzherald, 08.03.05)
… fuller – what divides america
… fuller – rankism. the mother of all isms

koelner kunstverein :: reihe heterotopien

die reihe „heterotopien“ im koelner kunstverein loest beim publikum gerne mal heftige allgemeinplaetze und abwehrreaktionen aus (s. bericht der kulturnation). heute abend auf ein neues und fuer uns besonders spannend mit erol yildiz. der an einer untersuchung ueber den koelner stadteil ehrenfeld mitgewirkt hat („die multikulturelle stadt“):

Deswegen habe ich auch Erol Yildiz eingeladen. Mit Wolf-Dietrich Bukow und anderen hat er eine Untersuchung zur „Multikulturellen Stadt“ gemacht. Sie haben sich Köln-Ehrenfeld angeschaut und sind einmal nicht davon ausgegangen, dass Heterogenität böse ist. Dabei haben sie festgestellt, dass das Zusammenleben ganz gut funktioniert, auch wenn die Leute teilweise nicht viel miteinander zu tun haben. Mein Gott, Köln ist eine Großstadt! Ich habe nicht einmal mit meinen Nachbarn etwas zu tun! Daraus lässt sich die Forderung ableiten: Lasst die Leute einfach mal in Ruhe! Migranten werden permanent belästigt, indem man irgendwelche Forderungen an sie stellt.

auch gothics leben in einer parallelgesellschaft – interview mit mark terkessidis (TAZ, 03.03.05)

aus der geschichte :: des spielzeugs

was man nicht alles findet:

1735 kam es zum Zuzug von Exulanten aus dem „Salzburger Land“ nach Nürnberg und Umgebung, 14 Emigrantenfamilien sind allein in Altdorf (bei Nürnberg) ansässig geworden, andere in der Vorstadt Wöhrd, die „Salzburger“ waren wegen ihres protestantischem Glaubens aus dem Salzburger Gebiet vertrieben worden, kamen vor allem aus Berchtesgaden (Schnitzer, Drechsler und Schachtelmacher) deren Erzeugnisse (u.a. mit bunter Leimfarbenmalerei) waren den Nürnberger Kaufleuten bereits bekannt, die “Salzburger” bedrängten durchaus die einfachen Spielwarenfertiger Nürnbergs, doch litten sie wie alle unter der allgemeinen Entwicklung (Preisdruck, Holzknappheit usw.).

zur geschichte des spielzeugs in mitteleuropa

… virtuelle ausstellung: holzspielzeug aus dem erzgebirge
… das kalenderblatt des spielzeugmuseums seiffen
… das virtuelle depot des spielzeugmuseums muenchen
… der rundgang durch das spielzeugmuseum sonneberg
… der chinesische treppenlaeufer im spielzeugmuseum depuoz
… der zauberberg als spielzeugmodell (detailansicht) im spielzeugmuseum davos
… die schaufenstergestaltung des puppenhausmuseum in basel
… der devotionalienladen im puppen- und spielzeugmuseum rottweil
… die wiener konditorei des puppenhausmuseums