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Kategorie: Lektüren

hotel, container, zelt – projekt holert/terkessidis

In unserer Untersuchung soll es also darum gehen, das Hotel, den Container und das Zelt als Orte und Objekte zu betrachten, in denen sich unerwünschte und erwünschte Migration verdichten – als durchlässige oder abgedichtete Räume und Gegenstände, welche mobilisieren und mobile Personen im Zustand des Transits erstarren lassen – als psychogeografische Topoi, die Subjektivierungen stimulieren und steuern und die Bilder migrantischer Subjektivität strukturieren.

projekt „hotel, container, zelt – orte und objekte der migration“ von tom holert und mark terkessidis (transmigration.org)

die banalitaet des rassismus :: terkessidis

Das teilt sie mit anderen Einheimischen, die sich wundern, dass man als „Südländer“ nicht bei brütender Mittagshitze das Gesicht in die pralle Sonne halten möchte. Oder mit wiederum anderen, die kaum verstehen können, dass man es nicht toll findet, bei 35 Grad im Schatten draußen Sport zu treiben – schließlich sei das doch „unser“ Wetter.

aus der leseprobe zu mark terkessidis buch „die banalitaet des rassismus“ (transcript-verlag – pdf)

jane austen :: die zitierwuetige mary crawford

ein ausfuehrlicher einblick in die arbeit einer jane austen edition. die figur mary crawford in austens „mansfield park“ wird hinsichtlich der verwendeten zitate untersucht und ingesamt lassen diese rueckschluesse zu. ob das angelesene und zitierte wissen – als wesentliches element der figur – nur oberflaechlich oder tiefergehend erscheinen soll:

Intertextual theorists have pointed out that literary allusion tends to make its presence felt by using what Michael Riffaterre calls „agrammaticalities“, meaning those places where the general idiom of the text is suddenly and mysteriously disrupted, and this looked like a good example of that happening.

jane austen story – sorrow at sills bend (via out of the woods now)

lit blogs :: forcieren gegenwartsliteratur

amerikanische literaturblogs (ganze 21 stueck!) starten eine kampagne. um gegenwartsliteratur mehr oeffentliche aufmerksamkeit zu verschaffen. die kampagne nennt sich „read this!“ und der gemeinschaftsblog. an dem buecher auch vorgeschlagen werden koennen. nennt sich „the litblog co-op„:

uniting the leading literary weblogs for the purpose of drawing attention to the best of contemporary fiction, authors and presses that are struggeling to be noticed in a flooded marketplace.

the litblog co-op (LBC)

… bloggers to push literary fiction (chicago tribune, 19.04.05)
… book smart – could cyberspace be the novel’s best friend? (village voice, 19.04.05)
… merry band of literary bloggers forms for strength in numbers (the book standard, 20.04.05)
… the litblog co-op (los angeles times, 17.04.05)
literary bloggers stoke interest in books (abc news, 14.04.05)

literarische preise :: und ihre juroren

Something similar may explain the apparent decorum of the Pulitzer board. The self-perpetuating body — in which existing members elect their replacements — follows parliamentary procedure, according to Gissler, with someone moving to select a title, another member seconding the motion, and the members simply voting yay or nay. (In the rare case that a majority doesn’t agree on the best book, the board awards no prize in that category.) Call it clubby, call it collegial, but the board’s continuity does seem to foster consensus.

making books. literary prizes, and the near-impossible task of picking (washington post, 17.04.05 – via mediabistro: GalleyCat)

stacked :: pamela anderson im buchladen

oh ja – eine comedy ueber einen buchladen (warum gibts hierzulande sowas eigentlich nicht! schliesslich gabs ja auch schon mal ellen als vorlaeufer). aber wir haben noch nicht alles gesagt: der star des buchladens – pamela anderson in stacked. die comedy wird mit folgendem untertitel angeteasert – autsch:

pamela anderson stars in a comedy series that proves you can’t judge a bookstore by its cover girl

… dazu gibts auch gleich den stacked weblog

(via forword: a book design blog)

derivé 19 :: wiederaufbau des wiederaufbaus

Die fast überfallsartige Privatisierung des Eigentums in den neunziger Jahren nach der Wende hat eine Entmischung der einst heterogen bewohnten Siedlungsstrukturen nach sich gezogen. Die wohlhabenderen, jüngeren BewohnerInnen verließen die Quartiere – teils aus beruflichen Gründen nach dem Westen, teils aus wirtschaftlichen Gründen in das neu erworbene Eigenheim. Die einst durchmischten Quartiere wurden zu Siedlungen der Marginalisierten.

wiederaufbau des wiederaufbaus – erik meinharter (derivé – zeitschrift fuer stadtforschung, nr. 19/05)

und ein tip: die zeitschrift sucht noch abonenntinnen! 🙂

die alte telefonzelle :: als white cube

das ist doch mal eine gute nachricht: museumsraeume im streichholzformat (also wenn man die masse mal umlegen wuerde):

„Das kleinste Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst in Baden-Württemberg“ soll am 1. Mai um 11 Uhr in Rottweil-Hausen beim Skulpturenfeld KUNSTdünger eröffnet werden: Eine außen grasgrün und innen weiß gestrichene alte Telefonzelle dient dem Verein „KUNSTdünger“, der hinter dieser Aktion steht, als Ausstellungshaus.

kunst aus dem „häuschen“ (suedkurier, 09.04.05)

… glosse dazu: telefonzellen fuer alle (berliner morgenpost, 25.04.05)