Revolver 21: Mark Peranson

Ein sehr guter Text von Mark Peranson Erst kommt die Macht, dann das Geld im aktuellen Revolver Magazin Nummer 21.

In der gegenwärtigen Konstellation könnte der Filmkritiker somit eine wichtige Funktion erfüllen, indem er seinen Lesern die Funktionsweise des System erläutert. (…) Die eigentliche Kritik muss an dem System (Film, Anm. S. E.) selbst ansetzen.

Quelle: Mark Peranson: Erst kommt die Macht, dann das Geld, Revolver 21

moto phéno :: das mysterioese raetsel

eine mysterioese postkarte aus dem jahre 1912 – hat jemand vielleicht infos zum motiv? 🙂

Update:
Nach all den Jahren – ich habe die Karte mit der Frage 2004 eingestellt – hat sich tatsächlich jemand gemeldet, der mir ein paar weitere Informationen dazu gegeben hat:

Moto-Phéno die lebende Puppe: Vornehmste, interessanteste Schau der Gegenwart. Auch für Familien. Willi Schoenen gen: Moto-Phéno. Friedrich Hirsch, Impresario. Moto-Phéno, der einzige Mensch, der durch unbeugsame Willenskraft sich selbst hypnotisiert und in der Hypnose eine Puppe imitiert.

Quelle: circusmuseum.nl

Zielinski im Video zur Anarchäologie

Mir ist das heute auch ein wenig peinlich, weil ich nachts von einer Wiederbegegnung mit meinem alten Professor Zielinski geträumt habe. Da suche ich dann durch diverse Blogs und bleibe bei einem Video (56 Min.) von hactivist.tv hängen, in dem Zielinski sehr ausführlich zu seinem Konzept der Anarchäologie berichtet. 🙂

Da ich ihm denn doch theoretisch eine Anschubfinanzierung verdanke, von der ich heute noch rudimentär zehre, knüpfe ich immer mal wieder an diesen alten Strang der Medientheorie an.

Zeitschrift Fantomas leider eingestellt

Nicht jede Ausgabe der Zeitschrift “Fantomas” habe ich auch gekauft, aber doch fast jede zweite. 🙂 Schade nun, dass nach der Sommerausgabe das Projekt eingestellt wurde:

Der Clash kam für uns alle so plötzlich, dass wir als Kollektiv hier nicht viel mehr tun können, als ihn festzustellen. Wir haben keine gemeinsame Deutung von dem, was passiert ist, und dass wir sie nicht haben, reflektiert vor allem, wie tiefgreifend der Bruch ist.

Quelle: Stellungnahme der Zeitschrift Fantomas

Aus der Stellungnahme kann man gut erkennen, wie wichtig permanente Ortsbestimmung ist, je länger Gruppen schon zusammenarbeiten, desto öfter. Ja, das kenne ich gut. 🙂

Reihe zum Popfeminismus (Jungle World) – Anmerkungen

Der Start der Diskursreihe zum Stand des Popfeminismus in der Jungle World: Die dritte Welle (Tara Hill, Jungle World Nr. 12/08)

  • Vergleich des Popfemismus mit dem amerikanischen Third Wave Feminism
  • Der Begriff “Popfeminismus” wird aus dem Buch von Sonja Eismann “Hot Topic” definiert.
  • theoretisch orientiert sich der Popfeminismus wie die Third Wave an der dritten Welle der Postmoderne (Foucault, Derrida, Butler).
  • Kritik der Popkultur mit feministischem Instrumentarium

Im kleinen Glossar des Popfeminismus Pop oder post, gender oder trans? (Jungle World, Nr. 12/08) werden die Begriffe “Postfeminismus A” und “Postfeminismus B” erläutert: Ersteres steht für den Feminismus von Alice Schwarzer (Mainstream) und den Postfeminismus von Serien wie “Sex and the City” (ebenfalls Mainstream). Letzterer meint den Postfeminismus von Judith Butler. Das scheinen eigene Begrifflichkeiten zu sein, man findest sonst keine Referenzen dazu.

“Reihe zum Popfeminismus (Jungle World) – Anmerkungen” weiterlesen

Frühe weibliche Detektive: Sekundärliteratur

  • Sonja Hollstein: The Emergence of the female Detective Novelist in Great Britain after first world war, Magisterarbeit
  • Stephanie J. Adams. An Analysis of the Portrayal of the Female Detective in American Series Novels from the 1960s through the Present. A Master’s Paper for the M.S. in L.S. degree. November, 2006. 64 pages. Advisor: Barbara B. Moran

Agatha Christie: Kalabarbohne

Wie genau Agatha Christie recherchiert und auch noch den Zusammenhang zum kriminalistischen Element herstellt, zeigt das Beispiel der Kalabarbohne. Doktor Franklin, der Afrikaforscher, und Hercule Poirot unterhalten sich über die Kalabarbohne als Mittel, Unschuld oder Schuld herzustellen.

Diese Eigenschaft wurde von den einheimischen Religionen genutzt um Verbrecher im eigenen Stamm zu überführen. Dazu hatten die Täter diese Bohne zu schlucken. Jene, welche reines Gewissens waren taten dies auch und das Gift wurde im Darm aufgenommen und in der Leber ausreichend resorbiert, sodass es keine Wirkung zeigen konnte. Diejenigen aber, welche aus Angst, sie könnten überführt werden die Bohne im Mundraum versteckten und sie nicht schluckten, wurden rasch von heftigen Krämpfen geschüttelt.

Quelle:Kalarbohne – Wikipedia