dadasophin.de

judge the judge :: foetry.com

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unglaublich und wahr: ein webseite und ein forum – foetry.com. das sich mit dem literarischen feld und ihren preisen auseinandersetzt. vor allem die bedingungen von preisvergaben, die kontakte von preisrichtern und autoren (bzw. ehemaligen besuchern der creative writing kursen eben dieser preisrichter) stehen im vordergrund. es geht darum. nicht nur das preisgeld (es muss wohl in amerika immer eine art „startgeld“ fuer die teilnahme an einem preis entrichtet werden) wird aufgelistet. sondern es wird ganz konkret nach dem „sozialen kapital“ der autoren/teilnehmer und preisrichter gefragt.

sehr interessant – vor allem im forum gibt es einen langen thread. in dem ueber diverse literaturzeitschriften (wir koennen einige mittlerweile auch schon verorten :-)) und deren rolle in preisvergaben und imagekontrolle debattiert wird.

wer uebernimmt das hierzulande?! 🙂 freiwillige gerne voran.

history of blogging – revisisted ;-)

„B l o g g i n g was once administered with a broad beep, usually on the person’s back. Blogging was a common method of pushing bums and of preserving the disciples‘ codes in the home, school, armed forces, and prisons. Mosaic code (on two tablets) was the first known blog. Blogging was not immediately wide-spread. In antiquity, blogging was relegated to skilled slaves, and the word blogger referred both to the person performing the inscription and to the person bearing it on his back. Blogged slaves were obliged to display their bared backs at all times“

On BloggingEla Kotkowska

— ganz wunderbarer fake – oder on which side are you blogging?

poesie muss plattformunabhaengig sein

als wenn das alles so „einfach“ ueber den kamm zu blasen ist. wir wissen auch. dass im aktuellen net.art konglomerat nicht alles frischer ist als chlebnikov und manches von einem „klassischen gedicht“ noch nicht mal gehoert hat. aber: (und da ist es nun. das aber) – es auf dem ruecken des „guten, alten“ papiers auszutragen. bringt nicht mehr und nicht weniger als noch mehr „altlasten“.

ron silliman rudert zwischen den begrifflichkeiten der post-avantgarde und retro-avantgarde. und schliesst sich dann fast aengstlich an die maxime an: „good poetry must be platform independent„. gerade die fuer den experimentellen literaturbereich so interessante „code-poetry“ ist nachgerade eben nicht plattformunabhaengig denkbar – ohne das medium mailingliste/email/ausfuehrbares programm wuerde sie zwar als experimenteller text lesbar bleiben. wuerde aber den eigenen kontext verlieren.

vielleicht sollte sich silliman nicht mit avantgardistischem ballwerfen beschaeftigen. sondern schlicht dem „verlaengerten“ arm der experimentellen literatur folgen. der fuehrt nicht nur zur „code-poetry“. der fuehrte schon immer aus dem buchladen.

adopt a blog project

„A blog (or any website, really) using an independent hosting service hosts a blocked blog. (This simply means creating a subdirectory where the adopted blog can be published and store its files.) The host blog should not have a significant readership in the country where the adopted blog is blocked, because the host blog is running a (small) risk of being blocked in that country. The adopted blog is run completely independently of its host, via a blog client such as Blogger or MovableType (if the host has installed MovableType and is willing to share the engine).“ (adopt a blog project)

bundespraesi mit dreadlooks!

Ferrero-Waldners bunteste Kostueme – news.at hat sich wirklich sehr viel muehe gegeben. den grell konservativen look von ferrero-waldner umzuarbeiten. warum nicht mal eine bundespraesidentin mit dreadlooks!

rebellenmarkt :: besterwisser

leben wir alle in ingolstadt? 🙂 ein sehr gut akzentuierter weblog – den wir erst jetzt (wir geben es ja zu durch einen blick in die referlegende!) richtig wahrnehmen: rebellenmarkt.

„Aber davon merkt man nichts, wenn man, abgeschottet von der Realitaet da draussen, in Ingolstadt studiert, die Brand1 liest und kostenlos w&v bekommt. Es hat fast etwas britisch-antiquiertes, das nicht eines gewissen morbiden Reizes entbehrt. Es ist in sich abgeschlossen wie eine Psychose, die Studenten bleiben unter sich und traeumen von einer Zukunft, die laengst Vergangenheit ist. An den Wochenenden streben sie in Polo und Golf nach Hause, in die Villen und Vorstaedte, und ahnen nichts von dem, was sie erwartet. Reden ueber das, was sie gelernt haben, und Papa ist stolz. “

quelle: besterwisser – rebellenmarkt

nur am satz „papa ist stolz“ erkennt man den entscheidenden unterschied im habitus von germanistikstudentinnen – auf germanistinnen ist niemand stolz. schon gaenzlich nicht erzaehlt man davon. was man gelernt hat. die „randlose psychose“ hat jedoch nur jene deutschkandidatinnen gestreift. die sich nicht regelmaessig in der berliner „rostlaube“ um 8 uhr frueh um den jobbrunnen versammelt haben. um einem nicht enden wollenden „fall“ der lohnkugel zuzusehen – froschkarpfenzwiebellotterie – den wunsch an die wand gestellt. kriegte ihn immer nur einer. die anderen kauften sich dann vor der arbeitsvermittlung noch schnell ein verbilligtes buch und dann wieder ab in die kantuese!

zombies for ever

autorin unter zombies – wie andere es unter zombies halten (via bov)