easycinema :: stehen ist leichter als gehen

“Humanisierung der Arbeit” ist zum Schlagwort aus den
Siebzigerjahren mutiert, das nur noch Historiker interessiert.
“Wie moderne Arbeit aussieht” – Marcus Schwarzbach, TAZ 26.5.03

[>] nach billigfluglinien (im grunde wollen wir alle doch nur zeit sparen – die umwelt ist uns ja prinipiell zweitrangig) kommt nun das billigkino: easycinema. der betreiber der billigfluglinie “easyjet” (womoeglich bringt man das das eigene flugzeug gleich mit…) betreibt nun ein kino (bisher in england) ohne kasse (es gibt nur noch einlesegeraete fuer die zuhause via internet ausgedruckten karten). das popcorn bringt man sich auch selbst mit. wenns denn sein muss. (via metafilter)

[>] und warum gibt es weniger spanischsprachige weblogs? (pdf) (via metafilter) – und in polen sind 62% der weblogger frauen (das ist doch schon mal was!) – 12.000 weblogs allein im iran (nicht schlecht) – sie fungieren dort als alternatives medium zur zensurierten presse. – wir empfehlen (ja – wir sind spaet dran) die seite blocktalk live – als nachklang zur konferenz.

[>] gemaess unserer heutigen maxime “stehen ist leichter als gehen” koennen wir uns den satz des aktuellen lyrikertreffen in muenster nicht verkneifen: “Wo steht der lyrische Nachwuchs, wo stehen die „lyrischen Aussenseiter“ heute?” (aus der einleitung) – wir machen auch gerne wieder auf den “wortschatz des kanons” in dieser einleitung aufmerksam: ” gewichtige Buchveroeffentlichungen”, “anspruchsvollen Lyrikzeitschriften und Anthologien”.

auch halten wir es fuer unfug. literatur, i.e. lyrik, mit derartig verquasten richtlinien zu belegen: “Ausgangspunkt des poetischen Prozesses ist sehr haeufig das panische Gefuehl, keine Woerter mehr zu haben, ohnmaechtig dem <> ausgeliefert zu sein. Erst allmaehlich loest sich diese Stummheit, tastet sich der Dichter vor zu einem Versuch des Sprechens, der die Automatismen der <> (Gerhard Falkner) ausser Kraft setzt.” (aus der aktuellen lyrikpost 19 / 2003)

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