die stachelbeere an sich :: jasminhof

wir geben es ja zu. wir mochten schon immer stachelbeeren. auch wenn die unreife variante fuer den magen nicht das wahre sein mag. dank buchticket.de stossen wir mittlerweile auf buecher. die wir sonst so nicht wahrgenommen oder entdeckt haetten (ok. auch dieser abendfuellende forscherdrang wird irgendwann wieder nachlassen. so hoffen wir):

an jenem wochenende, dem wochenende vor pfingsten, gab es in shillerton stachelbeertorte zum sonntagsbrunch – oder sagt man strudel? daisy midhurst, an deren tisch das backwerk verzehrt wurde, wusste es nie genau, jedenfalls war es das gebilde mit dem teig oben drauf statt unten drunter. ausserdem wurde es heiss serviert, denn teig schmeckte eben besser warm. stachelbeeren dagegen nicht. nach dem verzehr war auch den gaesten warm, und nicht nur warm, sondern unbehaglich; denn die stachelbeeren, deren saeuernis keine noch so grosse menge darueber geschuetteten zuckers und keine anzahl geleerter sahnebecher abhilfe schaffen konnten, begannen unmittelbar nach ihrem genuss zu gaeren.

elizabeth von arnim: jasminhof. insel tb 1995

und das mit dem unwohlsein und dem verzehr von stachelbeeren geht dann seitenweise weiter. dabei werden dann saemtliche protagonistinnen in ihrer rolle zu gastgeberin und stachelbeere vorgestellt. eine ganz wunderbare mischung als scheinbar beilaeufiger bosheit und fruchtiger satire sozusagen. 🙂

Eine feministische Anarchistin in Spitzenhandschuhen (rezension zu zwei sekundaerwerken zu elizabeth von arnim – literaturkritik.de)
… inhaltsverzeichis von Gauklerin der Literatur - marianne flassbeck: ueber das lachen bei elizabeth von arnim
… auch einige presseauszuege dazu

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