der posthume :: preissegen

na – da laesst sich ja auf der schippe noch feiern. aber wahrscheinlich steht die kling stiftung schon hinter der schippe?! oder wer soll hier noch nachfeiern:

Thomas Kling erhält posthum den mit 15.000 Euro dotierten Literaturpreis der Stadtsparkasse Düsseldorf.


thomas kling posthum mit literaturpreis ausgezeichnet
(standard, 31.05.05)

posthum bepreist wurden u.a.
… winfried g. sebald (1944-2001) – bremer literaturpreiss (2002)
… elisabeth langgaesser (1899-1950) – buechner preis (1950)
… nicolas born (1937-1979) – peter-huchel-preis (2005)
… peter weiss (1916-1982) – buechner preis (1982)
… theodor kramer (1897-1958) – literaturpreis der stadt wien (1958)
… erik axel karlfeldt (1864-1931) – literaturnobelpreis (1931)
… rolf dieter brinkmann (1940-1975) – petrarca preis (1975)
… einar schleef (1944-2001) – else-lasker-schueler stueckepreis (2001)

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4 Gedanken zu „der posthume :: preissegen

  1. eine völlige idiotie. vor allem, dass die meldung diese nicht vom zynismus freie dotierung (wenn man die wirtschaftliche situation von autoren bedenkt) noch nicht einmal t h e m a t i s i e r t.

  2. nunja – der standard zitiert einfach eine pressemeldung (apa/dpa) – und nicht mehr. wir halten ohnehin nichts von der bepreisung von literatur/literatinnen. aber posthum hat dann schon ein wenig was makabres.

  3. eine interessante linksammlung und eine interessante frage: posthume preisverleihungen! wobei weder das posthume noch der preis mir das problem an sich ist (dadurch werden die leute in den “freien berufen” bekannt, vgl. auch die architekten) (als eine form der öffentlichkeitsarbeit), aber das geld ist grotesk. das sollte man wirklich besser einem lebenden autor zustecken, der probleme hat, seinen beitrag für die künstlersozialkasse zu überweisen.
    mal sehen, ob das noch irgendwo diskutiert werden wird!

  4. die infos sind nur ein schneller querschnitt. was wir auf die schnelle gefunden haben. interessant ist. dass das posthume preisverleihen wohl eher kurz nach dem tod des autors erfolgt. also quasi ein gerade versaeumtes verleihen.

    das preisverleihen an sich traegt nur dazu bei. in einen allgemein akzeptierten konsens ueberfuehrt zu werden. nebenbei gibts auch noch was zum aufpaeppeln: geld. wir wuerden hoffen. dass man auch heute vorrangig durch die leser bekannt wird (texte fuer die schublade wollen wir nicht propagieren). wie spaerlich die dann auch immer im speziellen fall gesaet sein moegen.

    das attribut “zustecken”. das sie verwenden. erweckt ja doch das “verstohlene” des literarischen feldes.

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