das literarische :: hütchenspiel

das literarische huetchenspiel

Dann zieht er mit einem Schwung das Sakko aus, steht kurz im blaugepunkteten Hemd so da, macht Front gegen das Publikum, winkt in die Luft, legt den Arm um die Schulter von Günter Grass und hüpft dann wie ein kleiner Junge nach hinten, hinter die Bühne, wo drei Garderobentüren mit drei großen Namensschildern warten: ‚Grass”. ‚Rühmkorf”. ‚Enzensberger”. Die Garderoben der Heiligen Drei Könige der deutschen Literatur, die heute, am Freitag abend, zum ersten Mal seit achtunddreißig Jahren, wieder gemeinsam auf der Bühne standen.

lyrik-gipfeltreffen: hans magnus, ich hatte sehnsucht nach dir – volker weidermann (FAZ, 16.04.05)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.