pop :: war nicht immer nur der schoene schein

wir waren zwar nie wirklich popliteratur leserinnen. konnten den anfaengen/ansaetzen des popkulturellen jedoch ne ganze menge diskursivisches abgewinnen. deshalb wuerden wir die dschungel einfach mal widersprechen – das ist zu eindimensional (bzw. bezieht sich auf einen gewissen punkt in der rezeption/produktion von pop(literatur)) – es sei denn. man wollte polemisches haben:

Dem literarischen Neo-Realismus entspricht die Tonalität in den Pop-Künsten. Beide w o l l e n den Schein. Der Pop vermittels der Melodie, die Literatur vermittels ihres erzählten Inhalts. Melodie und Plot werden, derart geschmiert, zu Interessenvertretern der Ökonomie.

das artifizielle (2) – die dschungel

zur geschichte/zum historischen gestus der popliteratur – thomas ernst:

In den neunziger Jahren kippte der Begriff der Popliteratur. War er bislang das Programm einer Außenseiterszene, die sich auf die populäre Kultur bezog und daraus Versatzstücke für die eigene Identität ableitete, so ging nun der rebellische Gestus verloren. Popliteratur wurde zu einer Unterhaltungsdienstleistung innerhalb der Kulturindustrie, Synonym für eine Art “Easy Reading“. Das, was mal das Neue, Spannende oder Rebellische an der Popliteratur war, ist vorbei oder lebt fort in einzelnen Subkulturen — oder ist mit den Texten von Brinkmann, Fichte oder Vesper paradoxerweise schon wieder selbst zu einer Form von Hochkultur geworden.

popliteratur – thomas ernst (2001)

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