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Kategorie: Lektüren

gerhard haderer :: protestseite

immer wieder interessant. was karrikatur alles erreichen kann: gerhard haderers buch „das leben des jesus“ etwa. gegen die verurteilung von haderer in griechenland gibt es nun die moeglichkeit. zumindest eine petition mitzuunterzeichnen – wir rufen gerne dazu auf!

… skandal um jesus – interview mit gerhard haderer (cartoonmuseum.ch)

… die gerhard haderer retrospektive im cartoonmuseu.ch

w.i.n.t.e.r. :: frosty snowman

wir moechten nicht missen. auf das mitglied der terroristischen vereinigung w.i.n.t.e.r hinzuweisen. das die kulturnation dankenswerter „enttarnt“ hat. 😉

literarisches feld :: 18. jahrhundert

sie agierten jedoch schon als mitglieder einer selbstbewussten elite und kämpften um die führungsrolle auf einem literarischen feld, das sich verändert hatte und ein mächtiges aktionsfeld geworden war. als sie es betraten, hatte die deutsche literatur bereits beträchtliches kulturelles kapital akkumuliert und ein normatives system etabliert, das es zwanzig jahre zuvor noch nicht gegeben hatte. zur zeit der frühromantiker waren revolutionäre attitüden und provokanter ton schon modische accessoires geworden.

literarische dynamik und kulturbildung. zur konstruktion des repertoires deutscher literatur im ausgehenden 18. jahrhundert. bleicher verlag 1999 (teil 2, pdf) … rezension zu diesem buch – iasl online

analyse der darstellung vermittlung von “1968″

Zwischen Mythos und Medienwirklichkeit – Eine Analyse der Darstellung und Vermittlung von „1968“ und den Folgen im Fernsehen – Alexander Göbel (arbeitspapier – hg. von der konrad-adenauer-stiftung e.V. 2002 – pdf)

zwischenschichtfernsehen :: klaus kreimeier

schon unglaublich dieser begriff „zwischenschichtenfernsehen“ :-). ueberhaupt liest sich die kolumne von klaus kreimeier wirklich gut. als beispiel hier: das publikum von POLYLUX setze sich aus RTL-sehern zusammen. „die trotzdem einen schulabschluss haben“. 😉 le lounge électronique hat ja bereits auf seine kolumnen hingewiesen.

Schmidts Witze, die er freilich ziemlich geizig über dreißig lange Minuten verteilt, kommen bei eben jenen Zwischenschichten an, die nach den Tagesthemen noch fernsehen und Angst haben, in die Unterschichten abzurutschen, für die Schmidt kein Fernsehen mehr macht, und die, wenn sie erst einmal abgerutscht sind, obendrein befürchten müssen, von Leuten wie Walter Wüllenweber als geistig arm disqualifiziert zu werden. Ergo: dem Phänomen Schmidt ist nur soziologisch beizukommen.

zwischenschichtenfernsehen – klaus kreimeier (freitag, 18.034.05)

literatur :: agenten

Zu viele glauben seitdem, vom Schreiben leben zu können. Aber das wird immer die Ausnahme bleiben. Die Mehrzahl unserer Autoren verdient weiterhin auch Geld in den Medien, in der Werbung, an der Universität oder als Lehrer.

die buchmacherin – karin graf (tagesspiegel, 16.03.05)

Literaturagentur

die literaturagenten.de (berlin – rubrik „honorar“) 🙂

die agenten – kalter krieg um die literatur (deutschlandfunk, 24.03.02)
… in literarischer mission – die agentin karin graf (berliner morgenpost, 21.03.04)
debuetantenmaschine kaputt (TAZ, 07.11.05)

… literaturagent – der beruf der woche (jobpilot.de)
… wir sind dienstleister – der berliner literaturagent matthias landwehr (welt, 05.02.2000)
… buchbranche im wandel – literaturagenten (zeit, 09/02)
… die jaeger des literarischen schatzes (welt, 02.04.96)
interview mit einem literaturagenten – dirk r. meynecke

siva vaidhyanathan :: medienwissenschaftler

Als Kind besuchte ich meine Großeltern in einer Kleinstadt in Südindien, fernab jeder Metropole. Wir hatten nicht mal ein Telefon in unserem Haus. Wir konnten vier Radiostationen empfangen. Wir waren unglaublich weit vom Rest der Welt entfernt. Für Kinder, die heute in Indien aufwachsen, ist es nicht möglich, den Rest der Welt zu ignorieren. Es ist dank Satellitenfernsehen unmöglich zu ignorieren, dass das indische Cricket-Team in England spielt. Es ist unmöglich, die Cyber-Cafés überall in Indien zu ignorieren. Die Fantasie eines Kindes in Indien unterscheidet sich heute vollkommen von der eines Kindes, das Ende der sechziger oder Anfang der siebziger Jahre aufwuchs.

piraterie als machtfrage – der medienwissenschaftler siva vaidhyanathan im gespraech (freitag, 25.02.05)

… der weblog von siva vaidhyanathan: sivacracy.net (atom, rdf)
… seine homepage mit ausschnitten aus seinem buch „copyrights and copywrongs“ (einleitung als pdf)
… rezension des buches: „review of copyrights and copywrong“ (2004, pdf)
… eine eher negative rezension seines buches „the anarchist in the library“ bei literaturkritik.de (auch die selbstpositionierung des webloggers wird hier mitkritisiert)

der naive autor hat eine neue heimat: richtige-literatur.de

Richtigeliteratur-1

… der naive autor hat eine neue heimat: http://richtige-literatur.de
(lentz, oswald, röggla, niemann, kron)
… was die welt davon erfahren hat: viele leser wollen einen naiven autor (welt, 16.03.05)

literaturbeilagen :: wie schiffe versenken

Wichtig ist, daß gelesen wird. In jedem Auf- oder Anzug, in allen Lebenslagen, jedem Alter und bei jedem Geldbeutel.

gelöst lesen – glosse (berliner morgenpost, 17.03.05)

da die betonung auf dem „daß“ liegt. ist ja nicht zu folgern. daß man eine auswahl zu haben hat. nur gut. daß wir literaturbeilagen zum schiffe versenken verwenden. wird uns auch nur böse nachgeworfen! 😉