dadasophin.de

freewaybloggen :: don’t spit at cars, blogg!

wer als kind nicht nett war. hat kleine steinchen auf autobahnen geworfen. wer nett war. hat immer kraeftig auf autobahnbruecken gewunken. wer heute politisch aktiv ist. weiss laengst was zu tun ist. nicht auf autos spucken. sondern freewaybloggen. was das nun wieder anders ist als flash lobbing oder smart shopping. das verraten wir hier natuerlich nicht. soll ja auch ein wenig „link blogging“ bleiben. nur soviel sei verraten: message as usual! 🙂

nachtrag: die kulturnation hat uns darauf hingewiesen, dass es derzeit in nrw probleme mit kind – ziegelstein und autobahn gibt. wir distanzieren uns natuerlich davon.

zeitunglesen ist ehrensache!

einige lesen lieber gleich gar nicht mehr – zeitungen. jeden tag eine oder womoeglich mehrere – das schaffen wenige. einige sparen sie fuers wochenende und rechnen nicht mit der wochenausgabe. andere legen die tagesaussgaben auf grosse stapel und lesen am ende des monats die wochenendausgaben. irving tobin ist noch weiter abgeschlagen: er ist mit dem lesen der times gleich zwei ganze jahrgaenge im rueckstand. aber er versucht. in jeder situation zeitung zu lesen:

Irving Tobin reads at red lights. He reads in the dentistÕs chair. At dinner parties when he finds the company boring, he tries to read at the table. Several years ago, IrvingÕs wife, Phyllis, came into the bedroom as he was getting dressed. She found him reading the paper, one leg suspended in the air, as he was pulling on a sock.

times warp – the new yorker

eine wirklich sehr amuesante geschichte… 🙂

spam kalligraphie

image

spam hat ja auch was kalligraphisches oder? 😉

buergerin – stell zuhause aus!

wir gehen mittlerweile dazu ueber. ungenutzte flaechen in unserem buero umzuwidmen. die austellung „3 pinguine mit hund: communicate long“ findet derzeit auf unserem monitor statt. hier 2 schlappschuesse von der eroeffnung. 🙂

image

image

fantomas nr. 4

heute im postfach :: das oder der neue fantomas // soziale klassen, soziale kaempfe. sofort gelesen und in der rubrik „weiter recherchieren“ abgelegt: „im rausch von ordnung und disziplin. stehkragenproletarier, soldaten der arbeit und pavlov’sche hunde“ von moe hierlmeier. nicht nur weil der artikel mit einem walter benjamin zitat beginnt. 🙂

stichworte: geschichte der sozialdemokratie und ihr hang zu ordnung und disziplin, dass revolutionen nicht immer sauber sind und dass der stehkragenpoletarier als leitfigur der sozialdemokratie der figur des „neuen menschen“ im parteikommunismus nicht unaehnlich ist. gastev – pavlov – taylor.

aber auch die online verfuegbaren artikel „klasse arbeit (editorial)“, „der postmoderne fuerst“ und „nostalgie oder diskretes geheimnis?“ unbedingt anlesen! 🙂

kunzuru verweigert llewellyn rhys preis

abgesehen von der schier unglaublichen anzahl von literaturpreisen gibt es zumindest noch ablehnungen aus politischen gruenden. in diesem fall bezieht sich die ablehnung des autors hari kunzru auf die politische berichterstattung der sponsoren des preises (Mail on Sunday):

Along with its sister paper the Daily Mail, the Mail on Sunday has consistently pursued an editorial policy of vilifying and demonising refugees and asylum-seekers . . . As the child of an immigrant I am only too aware of the poisonous effect of the Mail’s editorial line. The atmosphere of prejudice it fosters translates into violence and I have no wish to profit from it.

bookseller (via confessions of a idiosyncratic mind)

musil im schlaraffenland

sehr interessanter artikel ueber die philologischen versaeumnisse bei musils „mann ohne eigenschaften“ und die inangriffnahme einer leserinnenfreundlichen (digitalen) edition:

Sinnlos respektiert wurde zudem Musils Gewohnheit, in seinen Manuskripten die Namen abzukuerzen und grafische Zeichen zu seinem persoenlichen Gebrauch zu verwenden (> = >). Deshalb stolpert der Leser auf den letzten 800 Seiten des Buches ueber solche typografische Perlen: >

franz haas: Musil im Schlaraffenland, NZZ 8.11.03