Godards Week-End eine Satire?

Irgendwie schon ziemlich merkwürdig, in einer Programmzeitschrift Godards Week-End (1967) als Satire angekündigt zu finden. 😉 Kreimeier weist eher auf den manifesten Zirkuscharakter des Films hin, ich wuerde sagen, Godards Filme sind auch Thesenfilme und Week-End ist das in seiner Zuspitzung ganz besonders:

Diese Einstellung ist zugleich ein ironischer Kommentar auf den Kult des Individualismus, wie er im Zentrum des Spätkapitalismus steht. Keine zwei Autos im Stau sind gleich, und die Fahrer manifestieren noch auf ganz andere Weise ihre Differenz untereinander: mit den Dingen in ihren Autos, ihrer Kleidung und der Art ihres Zeitvertreibs.

Quelle: Von Godard sprechen – Kreimeier

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