wir fordern eine textklappe!

wie die TAZkunst statt babies (TAZ, 24.01.06) bereits den dritten mann durch koeln suedstadt schleichen sieht oder hoert – wie anonym man das nehmen mag. sehe ich einen andrang vergleichbar den teenietreffen in koeln bickendorf. wenn eine serienheule dort fuer die fans luft ausatmet. wenn ein anonymer kunstraeuber oder ein kuenstlich raeuberischer anonymer raubgut in die kunstklappe fallen laesst. eine ganz wunderbare ergaenzung des deutschen wortschatzes!

das vorbildder saliera-dieb haette es nicht weit gehabt zur „kunstklappe“ (standard, 27.01.06) laeuft schon mit erfolg und entsprechender polsterung bei freiem fall eines kunstwerks in der wiener werftgalerie und ist ein fortsetzungsprojekt (mit ueppigem konzept als pdf) der kuenstler moussa kone und erwin uhrmann (interview deutschlandfunk – 09.11.04, mp3)

das einwerfen von gestohlenen kunstguetern in die kunstklappe sei ein „bedeutungsstiftender prozess“: „alle darin von uns aufgefundenen gegenstaende werden als kunstwerke registriert und sorgfaeltig verwahrt. zuordenbare werke werden den urspruenglichen besitzern ueberstellt.“ (sammlung gestohlener kunst – dort werden alle eingeworfenen gegenstaende ausgestellt). der kunstklappen aktion ging das projekt „kunst zum stehlen“ voraus. in einem strassenseitigen white-cube wurde ein kunstwerk eines kuenstlers zum stehlen positioniert und der liste vermisster werke hinzugefuegt.

am besten finde ich das entsprechende t-shirt zur aktion: kunstraeuber/in! (wird auch zugeschickt) 🙂

und mit wonne wieder gelesen den kommentar zum schwund im kunstbetrieb von hanno rauterberg: der grosse kunstschwund (zeit, 16.01.06):

Mancherorts organisiert den Kunstschwund gar der Staat, in Holland etwa. Da werden Kuestler so ueppig gefoerdert, dass niemand mehr weiss, wohin mit all den angekauften Werken. Nach den Butterbergen gibt es nun Kunstberge, und systematisch werden sie abgebaut – durch Vernichtung.

und wenn sie mich fragen. folgt sicherlich fuer den literaturbereich eine textklappe. dort sind dann jene texte einzuwerfen. die plagiatverdaechtig sind. 😉 natuerlich muesste man dann vorher eine entsprechend vorausschauende aktion einleiten. und texte zum plagiieren auf die richtige strassenseite legen. damit der zirkus virtuosus auch genug publikum hat. 😉

update: t-shirts gibts auch schon bei der koelner kunstklappen vernissage am 03.02. im kunstraum 21/hirschgaesschen (naehe severinstor – stadtplan) ab 19:00 …

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