Was ist genretypisch im Krimi?

Man muss tatsächlich die Frage stellen, ob die dem Alter der Protagonistin nicht gemäße Stunthaltung (Motto: Sie hält beinah übermenschliches durch und aus) oder die durch fast übernatürliche Eingebung erzeugten Wendepunkte in Krimis nicht ein und demselben Muster entstammen: nämlich den genretypischen Kunstgriffen.

Katharina Granzin macht in ihrer Rezension „Chefinnen im Ring: neue Kriminalromane von Sara Paretsky und Fred Vargas“ aber genau diesen Unterschied: das letztere sei genretypisch, das erstere nicht und unglaubwürdig.

Wäre es V. I. erlaubt, mit ihren Abenteuern zu altern, so müsste sie wohl schon über fünfzig sein. Einer Frau (oder einem Mann) dieses Alters aber wären die aberwitzigen körperlichen Stunts, die für einen Paretsky-Roman unverzichtbar sind, kaum zuzutrauen.

Quelle: Chefinnen im Ring: neue Kriminalromane von Sara Paretsky und Fred Vargas (TAZ, 10.03.07)

Aber: ich erinnere an diverse Krimis, wie z.b. von Dick Francis, wo der Protagonist sozusagen ganz genretypisch alles aushält und im Grunde mindestens tausend Tode schon hinter sich haben müsste.

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