an der oberfläche der texte kleben

86%. mitunter blättere ich nur an den oberflächen der texte lang. mach mir nichts vor. das sammelbändchen habe ich nur erworben (billig!). um reinzulangen. in das was andere perpetuieren.

(endlich ein programm ohne autokorrektur) sehnsucht und revolution (sonderzahl 2015). nur entdeckt. weil ich mich etwas vertieft habe in das brecht-haus symposium richtige literatur im falschen (2015) und eine schmale netzwerkanalyse gemacht habe (erscheint in perspektive 82/83). wer mit wem und durch wen & wie oft. sowas halt. ist schon immer wieder interessant. vor allem: ab einem gewissen grad der bekanntheit und vernetzung ist alles so stark vernetzt. dass die signifikanz schwächelt. aber es liess sich dennoch interessantes rausholen. letztlich ist es für mich – die ich doch fast nur noch am rande agiere – auch ein wiederreinholen von verstrickungen. ein update des betriebs. das es braucht. damit ich darüber schreiben kann in meiner perspektive kolumne AXIT – aktuell hab ich mich darin mit dem wiener literatur museum beschäftigt (erscheint in perspektive 82/83).

in der literatur geht es immer um die literatur (reitzer). so beginnt die einleitung des sammelbändchens. und schon mag ich nicht weiterlesen. wie dieser anspruch auch weiter ausgeführt werden wird. interessiert mich schlicht der ansatz nicht. bei stangl ist die frage. ob man jede mikrofaser einer aussage von godard als anlass nehmen sollte. dass unternehmen über ihre praktiken schweigen (röggla). ist normal. schon als winziges rädchen unterschreibt man im arbeitsvertrag. über was man zu schweigen hat. das ist nicht schön für jene außen. die mit ihrem dokumentarischen blick. alles wissen wollen. immerhin könnte man dennoch über vieles reden. aber die meisten reden auch darüber nicht (gehälter. boni. sondervereinbarungen).

diese freien und ihr hang zur steuerberatung (streeruwitz). und das freudsche es habe ich schon lange nicht mehr in einem fliesstext gelesen. und allen texten merkt man an. den permanenten sound (ex-stil). besonders bei schmitzer. sound ist sympathisch gewiss. dabei sollte man hart daran arbeiten. ihn zu erwürgen. der eigene sound macht es einem zu leicht. der ist immer schon 3 sätze voraus. und setz macht sich’s arg leicht und nimmt schlicht ein schlechtes buch zum thema als vorlage. da lässt es sich gut abgrenzen und man wirkt verdammt mondän aktuell.

genau. sie habe ja nicht die absicht gehabt. eine schnelle eingreiftruppe literatur zusammenzustellen (reitzer). ja genau so kommt das auch rüber. der nachklang einer veranstaltung der wiener alten schmiede. und morgen würfeln wir das noch einmal & haben das gleiche ergebnis. im brecht-haus aktuell hörte sich das auch so an. nur nicht eingreifen in irgendwas.

vielleicht sollte man sich eher bifos ironie verständnis aneignen (der aufstand, 2015). dass eine gesellschaftliche bewegung die ironie als semiotische insolvenz verwenden soll. schon weil semiotische insolvenz verdammt gut klingt (sound repeat).