Stuckrad & Ulmen sind so bemüht, nur keine argumentative Festheit zu erzeugen, denn wer will schon manifest werden und sich festlegen lassen – oder so ein i-tüpfelreitender in einer Endlospapier-schleife verhangener Avantgardist sein:
Und dann wird durch die Konstellation „Politiker trifft auf Stuckrad und gibt ungewöhnliche Antworten auf ungewöhnliche Fragen“ schon automatisch etwas abfallen, das einen beiläufigen Blick auf Politikrealität wirft, ohne dass wir erst mal ein Manifest formulieren müssen.
TAZ – 9.2. 2012
“Für Michael Lentz ist das Schreibzimmer grundsätzlich ein “fensterloser Raum”" – die übliche Klausenmanie
Auch interessant, jetzt gibt es schon stilistische Sammelpreise: Oskar-Pastior-Preis geht an Autoren, “deren Werk in der Tradition der Wiener Gruppe, des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie und von Oulipo” steht.
Shakespeare ist wunderbar: “Ich wollte Euch einen Zahnstocher vom Rande Asiens holen” (Viel Lärm um nichts)
Und zum (Matt-)scheibenmotiv muss ich noch mehr formulieren. Wer war das nochmal mit der Geschichte im Rückspiegel?
der text von christa wolf “unter den linden” liest sich irgndwie interessant. die trinken immer mocca double.
Ich fand bereits Sofia Coppolas Film Marie Antoinette (2006) ziemlich verschärft – ein Ausstattungsfilm, ja + nein, vor allem ein Film über Machtverhältnisse. Um Machtverhältnisse dreht sich alles in ihrem Film The Virgin Suicides, ihr Debütfilm aus dem Jahre 1999 nach einer literarischen Vorlage von Eugenides.
Es klingt zwar immer ein wenig angestaubt, aber es ist tatsächlich so, dass man den beiden Filmen anmerkt, dass eine Frau Regie führt. In beiden Filmen stehen Frauen im Mittelpunkt, die in Machtverhältnissen stehen, die sie nur bedingt (mit-)beeinflussen können. Marie Antoinette entwickelt eine bonbonfarbene Konsumlust und entwickelt sich zur Konsumikone ihrer Zeit, die Selbstmord-Schwestern schaffen diesen Ausbruch nicht, sie bestellen Reisekataloge und Modejournale, schwelgen in fremden Welten, ohne das Haus verlassen zu könnnen. Die Pubertät als Atom.
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Nach langer Pause habe ich mir wieder eine Folge der Gilmore Girls angesehen und bin prompt über das Referenzenszenario gestolpert, dass diese Serie so anspruchsvoll sein läßt.
Gerade noch mit James Boswell befasst gewesen, schon finde ich ihn flott zitiert bei den Gilmore Girls wieder. Während sich das Paar über die Stadt London unterhält, fällt ein Satz von Samulel Johnson: “When a man is tired of London, he is tired of life” (Quelle). Das könne ja nur einer sagen, der noch nie eine Fernbeziehung gehabt hat. Rory Gilmore kontert haarscharf darauf: “Boswell war ja immer in seiner (Johnsons) Nähe”. So kalauernd also das, was von James Boswell heute übrig geblieben ist. Ich empfehle nur, lesen Sie sein Journal, das Londoner Tagebuch.
Da bleibt mehr als nur seine Beziehung zu Johnson zu entdecken.
Die Ferienbande – eine Parodie auf Jugendhörspielserien wie Die drei ???.
Eine Parodie arbeitet ja meisthin mit vielen doppelten Böden, die Jugendhörspielserie “Die Ferienbande” gleich mit unzähligen. Aus einer Radio-Comedy-Serie des Comedy-Duos Kai+Sven (Eine Tasse Tee?) entstanden, sind bis dato zwei Folgen der Ferienbande auf CD und auch online als MP3 Download (z.b. auf soforthoeren.de) zu erwerben.
Die erste Folge Die Ferienbande und die entsetzlichen Ferien startet gleich mit der Metaebene Sprecher, der eigentlich ein ganz anderes Jugendhörspiel sprechen soll, sich aber für die Ferienbande berufen fühlt. Der Erzähler greift immer wieder ins Geschehen ein und die Protagonistinnen sind bis an eine durchaus schmerzliche Grenze Parodien von Figuren anderer Jugendhörspielserien.
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Was kann ein Trailer für ein Buch leisten?
Schon irgendwo auch unnötig, weil nicht sonderlich gehaltreich – Trailer für Buchneuerscheinungen. Gesehen heute den Trailer zu P. J. Tracy neuem Buch Memento.
Ich werde es ohnehin lesen.