Reihe zum Popfeminismus (Jungle World) – Anmerkungen

Der Start der Diskursreihe zum Stand des Popfeminismus in der Jungle World: Die dritte Welle (Tara Hill, Jungle World Nr. 12/08)

  • Vergleich des Popfemismus mit dem amerikanischen Third Wave Feminism
  • Der Begriff „Popfeminismus“ wird aus dem Buch von Sonja Eismann „Hot Topic“ definiert.
  • theoretisch orientiert sich der Popfeminismus wie die Third Wave an der dritten Welle der Postmoderne (Foucault, Derrida, Butler).
  • Kritik der Popkultur mit feministischem Instrumentarium

Im kleinen Glossar des Popfeminismus Pop oder post, gender oder trans? (Jungle World, Nr. 12/08) werden die Begriffe „Postfeminismus A“ und „Postfeminismus B“ erläutert: Ersteres steht für den Feminismus von Alice Schwarzer (Mainstream) und den Postfeminismus von Serien wie „Sex and the City“ (ebenfalls Mainstream). Letzterer meint den Postfeminismus von Judith Butler. Das scheinen eigene Begrifflichkeiten zu sein, man findest sonst keine Referenzen dazu.

Die Diskursreihe startet mit Arbeit ist keine Party von Johannes Paul Raether und Kerstin Stakemeier (Jungle World Nr. 14/08)

Popfeminismus wird hier eindeutig an das Partyphänomen und an die Kleingruppe gekoppelt. Kleingruppen seien homogen und daher leicht, weil hip und neu, vereinnahmbar, Subversion kann schneller wieder vermarktet werden.

Wichtiger Einwand, dass man sich im Popfeminismus auch das Verhältnis von Arbeit und Party ansehen sollten (wie überall sonst auch). Vgl. die Verbindung zum bourdieuschen Konzept des kulturellen Kapitals.

„Man trifft die Partycrowd in der Lohnarbeit wieder, aber nicht notwendig die Lohnarbeiter in der Partycrowd. Und auch hier gilt es den Gebrauchswert, den die Partycrowd in der kapitalistischen Reproduktion hat, nicht zu unterschätzen. Denn wenn sich die Partycrowd in der Lohnarbeit wiedertrifft, knallen die Korken und kulturelles Kapital ergießt sich in Strömen über alle Beteiligten.

Quelle: Arbeit ist keine Party (Jungle World Nr. 14/08)

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