ohne brecht nehm ich keine kamera in die hand :: ruth berlau

es ging nicht mit brecht und auch nicht ohne (sehr schoen wurde das ja blusig dramatisiert im tv vor ner weile – fragen Sie jetzt bloss nicht. wie der film hiess… ;-)). wir sind ja ein grosser lieberhaber der texte von fleisser (besonders empfehlenswert: Abenteuer aus dem Englischen Garten). ihre nicht nur finanzielle abhaengigkeit von brecht bestand vor allem in verlegerischer hinsicht. brecht war ein verlegerischer multiplikator, an ihm liefen fast alle faeden zusammen, er hatte die verbindungen zu theater, zeitschriften und verlagen.

auch ruth berlau blieb lange unentdeckt. wie es so schoen in der heutigen sueddeutschen heisst: sie nahm ohne brecht keine kamera in die hand. in was man sieht, wenn man genau hinsieht berichet sabine kebir ueber den fotoband „Ruth Berlau Ð Fotografin an Brechts Seite„.

… ein rezension zum buch von der nzz

und mit einem peinlichen zitat. das „erfolg“ und „talent“ an brecht und moeglichen anderen externen faktoren zu messen glaubt. und berlau wieder dorthin verweist. wo sie ohnehin nie wirklich rauskommt: hinter oder unter brecht. 😉

Die vielseitige Berliner Kuenstlerin war eigentlich eine stilistisch unauffaellige und nur maessig talentierte Fotografin. Warum also macht sich ein Verlag die Muehe, ihre Fotos nun zu veroeffentlichen? Weil Ruth Berlau die Geliebte von Bertolt Brecht war.

stefan duefel, rundfunk berlin-brandenburg

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