oesterreich :: und der heimat-begriff

oesterreicher sprechen ueber ihre geschichte immer so charmant daneben. dass man schon fast glauben moechte. sie meinen es auch so. 😉 dass geschichte – nicht nur die eigene – in oesterreich eher was fuer die intimitaet eines beichtstuhls ist. wuerden wir schon vermuten. dass die geschichtlichkeit von begriffen dann auch noch ins metaphorische fettnaepfchen befoerdert wird. ist nicht neu. aber nervt allmaelich ziemlich. wir wuerden schon lange nicht mehr von tendenz sprechen. das hat schon alltagssprachliche methode:

Der Heimat-Begriff war ja bis lange nach dem Krieg angepatzt. Heute kommt er wieder. Das hängt mit der Globalisierung zusammen. Die jetzige Devise lautet: Je regionaler desto besser. Also: Ein Buch über Niederösterreich, nein. Ein Buch über das Waldviertel, ja. Und das verkauft sich auch.

verleger christian brandstaetter im gespraech (die presse, 27.12.04)

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