Gatekeeper der Literatur: Reihe auf jetzt.de

Eine interessante Reihe zu den Gatekeepern in der Literatur bietet jetzt.de: Es werden zu Arbeitspensum, Literatur und Betrieb Agent (Michael Gaeb, literaturagentur.com), Verleger (Klaus Schöffling, Schöffling & CO), Buchhändler (Annegret Schult, Felix Jug Buchhandlung Hamburg) und Rezensent (Thomas Keul, Volltext) befragt.

Das sind Texte, die zum Beispiel formal sehr anspruchsvoll und komplex sind. In den letzten Jahren hat sich ein realistisches Paradigma entwickelt: Literatur muss realistisch, gut erzählt, episch sein. Ich habe manchmal das Gefühl, dass geschrieben wird, als hätte es die ganze Moderne nicht gegeben. Das Problem ist, dass Texte, die eine moderne Ästhetik vertreten und dadurch auf den ersten Blick etwas unverdaulich sind, es sehr schwer haben, veröffentlicht zu werden. Das ist in den letzten Jahren fast unmöglich geworden. Es gibt da natürlich Ausnahmen, bei Wallstein, bei Liebeskind, beim Tropen Verlag. Das sind Verlage, die so etwas auch mal wagen. Aber eigentlich hat man in den letzten Jahren gesehen, dass die Reihen, die so etwas publizieren, weggekürzt worden sind.

Quelle: Gatekeeper der Literatur (I): Michael Graeb – literaturagentur.com

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