Die Metaerzählung: Autoren und ihre Laubsäge

Es mag ja sein, dass Autorinnen den Hang zum Buch ihrer handwerklichen Untauglichkeit verdanken, auch einer gewissen Lebensuntauglichkeit.

Aber: es müsste schlicht mal der Gegenbeweis erbracht werden, dass Autorinnen sehr wohl auch in Betriebe gehen und dort betriebliches, lohntechnisches Kleinholz machen und das mitunter auch nicht zu schlecht. 🙂 Das ewige Weitererzählen – auch so eine Metaerzählung – von unhandlichen, lebensunfähigen Autorinnen, die vor dem Strick zum Buch greifen, sollte endlich aufhören. Aktuelles Beispiel das Leben des Lutz Seiler:

Da Seiler zum Laubsägen herzlich unbegabt war, ging er zur Leihbibliothek der „Leuna-Werke Walter Ulbricht“, die stapelte im Vorraum aussortierte Bücher für billig Geld. Da deckte er sich ein. Hesses „Unterm Rad“ war das erste Buch, Huchel folgte gleich. Er las so wild, wie seine Stubenkameraden sägten.

Quelle: Lutz Seiler ist der Dichter der Töne. (Welt, 15.07.07)

Im übrigen: ich war sehr gut im Laubsägen, ich habe die ganze Disney-Party in Laubsägearbeiten gebannt. 😉

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