die krise des feuilletons: joerg heiser gegen ingo niermann

immerhin. dann doch. muss man sagen. oh ja. und seine handschrift entziffern. auch nicht schlecht: „das feuilleton als instrument. um neue vorstellungen fuer das patriarchat„. na. wir fuerchten. das heisst wohl doch ganz anders. 😉

jedenfalls. hat sich der besuch im koelner kunstverein in sachen european kunsthalle gelohnt: „schreiben ueber kultur. die deutschen feuilletons„.

zum einen schwunghafte psychoszenen zwischen irgendwie feuilletons-szenen im weitesten sinne. ingo niermann im absoluten haltungstechnischen schlapper-look. was die freude am dasein wohl ausdruecken sollte. quasi linksaussen am podium. und joerg heiser (jetzt mehr fussballtechnisch gesehen) rechts aussen. beide sich entweder ankeifend oder weit ins aus drehend. sehr schoen anschaulich. aber leider kennen wir die mimotischen verschraenkungen nicht in der magazin-szene.

zum anderen ein argumentatives schneisenlegen: hier die anti-monopol-fraktion. da die lohnintextboten der zeitschrift monopol (gleich die haelfte der anwesenden schreiben fuer dieses ironie-szene-blaettchen!). man kann sich ja jeden gedanklichen jaguar auch auf sein niveau runterschrauben. klappt schon. nur immer ein wenig neben der spur argumentieren. das schleift sicher! 😉

sonst bekanntes ueber die koeln : berlin wanderungsbewegungen. die abhaengigkeiten von markt und maechten. ueber unzulaengliche honorarien. ueber allianzen und buende im feuilleton. ueber kulturelle lumpentraeger. ueber weblogs. die diese quasi humanahaft aufstaffieren. und ueber den unaufhaltsamen (von manchem dort durchaus begruessten) hang zur personalisierung von kunst und kuenstlern (monopol wird als gutes beispiel +/-).

heiser durchaus sympathisch in seiner einsamen volte gegen das „maenner“ buendeln in feuilleton und kunst. das betonen von konzepten und inhalten gegenueber einer personalisierten, „glamour“ kunst.

niermann ebenso sympathietraechtig in seiner volte. dass nur das aufdecken des „settings“ des kunstmarktes weiter fuehrt.

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