die dreissigjaehrigen :: eine wickie generation

Es hat schon etwas von Dreistigkeit, wie sich hier eine Kohorte von Publizisten eines Alters selbst zur Generation stilisiert. Eine „Generation“, die kein gemeinsames prägendes Erlebnis gemein hat, ausser dem Waren- und Kulturkonsum ihrer Kindheit. Wer mit Nutella und Wickie aufgewachsen ist, gehört dazu. Für die Friedensbewegung waren sie zu alt, und die Umwälzungen von 1989 konnten Sie auch nur passiv beobachten. Sie haben keine verlorene Jugend, wie sie die „Lost Generation“ des ersten Weltkriegs beklagte, sie sind keine Antihelden eines verlorenen Kriegs, wie die Flakhelfer. Nicht einmal eine kläglich gescheiterte Revolte wie die Achtundsechziger können sie sich auf ihre Designerfahnen schreiben.

Kursbuch 154 – Die Dreissigjährigen (satt.org – via le lounge)

na – es ist zwar gut. mal ein wenig den „generations-begriff“. der ja heute gerne und schnell bei der hand ist. zu hinterfragen. aber so „wild“ und ungehemmt diverse initiationserlebnisse wie weltkriege. 68er und friedensbewegung in eine linie zu schwatzen. nunja. da sollte man sich selbst auch mal gedanken ueber diese begriffskonstellationen machen. 🙂
und die 30er generation – wenn wir schon davon sprechen wollen – hat durchaus mehr als wickie zusammenhalt zu bieten (von wickie zu wikki? ;-)). wir finden das generell in anspruch nehmen von ganzen tainmentschichten immer irgendwie zu platt.

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