der forsche anachronismus: die ferrotypie holt alles nach

der spiegel berichtet in einem interessanten artikel „analoge fotografie. ausloeser menschlichkeit“ ueber die ansteigende tendenz. von digitalen auf historische formen der analogen photographie zurueckzugehen (stichwort: alternative photography). stichworte sind dazu zum einen das kollodiumunbedingt empfehlenswert. weil es knapp und darueberhinaus ueber die verwendung des kollodium-nassverfahrens und die ferrotypie informiert: das verfahren der kollodium-nassplatte (historische verfahren in der photographie – sporn, pdf) – ein fotochemisches verfahren das zwischen 1850 und 1885 benutzt wurde – und zum anderen die ferrotypie – „dafuer wurde die kollodium-emulsion auf schwarzlackiertes eisenblech statt auf glas aufgetragen“ (ebd.).

das interessante dazu steht natuerlich wieder mal am rande: die ferrotypie und dann mit ihr das noch effizientere verfahren der „cartes-de-visite“ (vorlaeufer unserer heutigen passphotos. mehr. weil kleinere fotos auf einer platte – 1854) haben die daguerreotypie auf dem markt gerade damit verdraengt. dass sie einfacher. schneller und effizienter. dann auch in automaten (stichwort: schnellfotographie) einsetzbar waren. heute diese historischen verfahren. die selbst andere ueberholt haben. gegen die digitale photographie einzusetzen. die die analoge bereits fast ersetzt hat. scheint schon merkwuerdig – zumindest argumentativ. nicht in den realen ergebnissen.

gaenzlich am rande dazu gefunden: interessante kombination von schmuck und alten photos/auch ferrotypien: bettina speckner.

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