benjamin :: brecht und adorno

Aragons Buch mit seinen «Türen zum Unendlichen», wie es darin heisst, stand wiederum am Anfang der Passagen-Arbeit. Dass dieses unüberschaubare und nach vielen Richtungen wuchernde Werk seinerseits Türen ins Unendliche aufzustossen unternahm, nicht freilich um dieses zu entzaubern, doch um es als solches kenntlich zu machen, scheint uns heute so naheliegend, wie es einigen von Benjamins Zeitgenossen anstössig vorkam. Brecht widersetzte sich einem solchen Umgang mit den Residuen des Inkommensurablen aus anderen Beweggründen als etwa Adorno, aber beide trachteten sie danach, Benjamin in ihrem Sinne zu domestizieren.

die nachseite des natuerlichen (NZZ, 22.01.05)

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