banale armut :: und uebersaettigung

Banale Armut ist denen zuzuschreiben, die es nicht schaffen, ihrer Verarmung eine gewisse Luxuriosität zu entnehmen, sie mit dem Odeur des Auch-dies-lässt-sich-noch-genießen zu umgeben, auch wenn die Lebenslage verheerend zu sein scheint. Der Ratschlag läuft auf eine fruitio pauperitatis hinaus, auf Gewinnmöglichkeiten in der Lebensgestaltung armer Menschen vor dem Horizont ansonsten aussichtsloser Bedingungen.

übersättigung – peter fuchs (FR, 20.05.05)

dekadente armut (FAZ, 16.05.05)
herr von schoenburg, wir muessen reden (TAZ, 11.04.05)
kleinkrieg, authentoid – d. holland-moritz (scheinschlag)

im uebrigen geht es in schoenburgs buch nicht um armut im soziologischen oder politischen sinn. sondern um ein gewisses snobistisches dandytum (wie aus dem leseprobenbeispiel (pdf – rowohlt) zu ersehen ist: ein ganzes kapitel ueber helmut berger und seinen verlust des privatsekretaers). das seinen hohen gesellschaftlichen status nicht mehr halten kann. aber immer noch nach dessen regeln leben will.

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